Fenwick’s Hinrichtung.
Am 28. Januar fand die Hinrichtung statt. Aus Artigkeit gegen die vornehmen Familien, mit denen Fenwick verwandt war, wurde Befehl gegeben, daß das Ceremoniell in jeder Hinsicht das Nämliche sein sollte, wie bei der Hinrichtung eines Peers des Reichs. Ein schwarz behangenes Schaffot war auf Towerhill errichtet, und der Gefangene wurde von Newgate in der Equipage seines Vetters, des Earls von Carlisle, die von einer Abtheilung Leibgarden umgeben war, auf den Richtplatz gebracht. Obgleich der Tag kalt und stürmisch war, hatte sich doch eine ungeheure Zuschauermenge eingefunden; aber es fand keine Störung statt, und nichts verrieth, daß das Volk mit dem Verbrecher sympathisirt hätte. Er benahm sich mit einer Standhaftigkeit, die man nicht von ihm erwartet hatte. Festen Schrittes bestieg er das Schaffot, verbeugte sich artig vor den darauf versammelten Personen, sprach aber mit Niemandem als mit White, dem abgesetzten Bischofe von Peterborough. White betete ungefähr eine halbe Stunde mit ihm. In dem Gebete wurde der König dem göttlichen Schutze empfohlen, aber kein Name genannt, der hätte Anstoß geben können. Fenwick übergab hierauf den Sheriffs ein versiegeltes Papier, nahm Abschied von dem Bischofe, kniete nieder, legte den Kopf auf den Block und rief aus: „Herr Jesus, empfange meine Seele.” Ein einziger Schlag trennte sein Haupt vom Rumpfe. Seine irdischen Reste wurden in einen prachtvollen Sarg gelegt und noch in derselben Nacht bei Fackelschein unter den Steinplatten der Martinskirche beigesetzt. Seitdem hat in England Niemand wieder kraft einer Verurtheilungsacte die Todesstrafe erlitten.[90]