Die englische und die irische Armee beziehen ihre Winterquartiere.
Zu Anfang des November zerstreuten sich endlich die Irländer und begaben sich in ihre Winterquartiere. Der Herzog brach nun ebenfalls sein Lager ab und zog sich nach Ulster zurück. In dem Augenblicke als die letzten Reste seiner Armee sich in Bewegung setzen sollten, verbreitete sich das Gerücht, daß der Feind in bedeutender Stärke heranrücke. Hätte dieses Gerücht auf Wahrheit beruht, so wäre die Gefahr sehr groß gewesen. Obgleich aber die englischen Regimenter auf den dritten Theil ihrer Vollzähligkeit zusammengeschmolzen waren und obgleich die Leute, die sich noch am wohlsten befanden, kaum das Gewehr zu schultern vermochten, so legten sie doch bei der Aussicht auf eine Schlacht eine außerordentliche Freude und Munterkeit an den Tag und schwuren, daß die Papisten für alles Elend der letzten Monate bezahlen sollten. „Wir Engländer,“ sagte Schomberg, sich heiter mit der Nation des Landes, das ihn adoptirt hatte, identificirend, „wir Engländer sind immer kampflustig; schade daß wir nicht eben so viel Lust zu einigen anderen Zweigen des Soldatenhandwerks haben.“
Der Alarm erwies sich als grundlos. Die Armee des Herzogs zog unbelästigt ab, aber die Straße, auf der sie dahin marschirte, bot einen eben so beklagenswerthen als abschreckenden Anblick dar. Ein langer Zug von mit Kranken beladener Wagen bewegte sich langsam über das holprige Pflaster. Bei jedem Stoße gab ein Unglücklicher den Geist auf und der Leichnam wurde hinausgeworfen und unbeerdigt den Füchsen und Krähen preisgegeben. Die Gesammtzahl Derer, welche im Lager vor Dundalk, im Hospital von Belfast, auf der Straße und auf der See starben, belief sich auf mehr als sechstausend Mann. Die Ueberlebenden wurden für den Winter in den Städten und Dörfern von Ulster untergebracht. Der General nahm sein Hauptquartier in Lisburn.[67]