Allmälige Bildung des ersten Ministeriums.
Kein Schriftsteller hat es noch versucht, die Entwickelung dieser Institution zu verfolgen, welche für das harmonische Zusammenwirken unserer übrigen Institutionen unentbehrlich ist. Das erste Ministerium war zum Theil das Werk des bloßen Zufalls, zum Theil das Werk der Weisheit, aber nicht jener höchsten Weisheit, welche mit den großen Prinzipien der Staatswissenschaft vertraut ist, sondern der niederen Weisheit, welche alltäglichen Anforderungen durch alltägliche Mittel begegnet. Weder Wilhelm noch seine einsichtsvollsten Rathgeber begriffen vollkommen den Character und die Wichtigkeit jener geräuschlosen Revolution — denn es war nichts Geringeres als eine Revolution — welche um das Ende des Jahres 1693 begann und um das Ende des Jahres 1696 vollendet war. Aber Jedermann konnte bemerken, daß zu Ende des Jahres 1693 die höchsten Regierungsämter nicht ungleich zwischen die beiden großen Parteien getheilt waren, daß die Männer, welche diese Aemter bekleideten, beständig gegen einander intriguirten, gegen einander haranguirten, Tadelsvoten gegen einander beantragten, Anklageartikel gegen einander erhoben und daß die Stimmung des Hauses der Gemeinen unstet, unlenksam und schwankend war. Jedermann konnte bemerken, daß zu Ende des Jahres 1696 alle ersten Diener der Krone Whigs waren, durch öffentliche und private Bande eng mit einander verbunden und bereit einander gegen jeden Angriff zu vertheidigen, und daß die Majorität des Hauses der Gemeinen in guter Ordnung unter diesen Führern kämpfte und gelernt hatte, sich auf Commando wie ein Mann zu bewegen. Die Geschichte der Uebergangsperiode und der Schritte, durch welche die Veränderung herbeigeführt wurde, ist höchst merkwürdig und interessant.