Sieben Uhr.

Wir gingen träumend durch den Herbstabend im Schwyzerländchen. Es ist voll von Sägemühlen und Kapellen. Eine von diesen besuchten wir; die Weihkessel waren fast leer; inwendig über der Thür stand zu lesen:

Heiliger Antony, bitte für uns Alle,
Daß uns und unser Vieh kein Schaden befalle.

Unter Nußbäumen kamen wir nach Uetenbach und an die Muotta, dann zurück am Bächlein, wo Vergißmeinnicht blühten. Das Bächlein murmelte, die Mühlen klapperten, die Kapellen läuteten, die Nebel webten um den Mythen und allenthalben, – ganz betäubt langte ich wieder in unserm Balkonzimmer an und wunderte der grünen und weißen Dämmerung gegenüber mich immerfort, wie ich eigentlich nach Schwyz gekommen sei.

Da bringen Aloys und Franzl den Thee. Es sind die beiden Knaben des Hauses, Franzl ist im Elsaß gewesen und antwortet mir sehr schön mit »oui, monsieur«; Aloys soll nach Italien, um zu einem Herrn »si, signora« sagen zu lernen – ich kann einen nie vom andern unterscheiden.