Pan
Quer durch des Waldes rätselhaftes Dickicht schweift
Auf stillen Pfaden, die im tiefen Dunkel enden,
Der Bocksfuß, der die Nymphen mit den frechen Händen,
Wo sie sein heißer Blick erspäht, verlangend greift.
Rings Girren und Geraun. Ein heller Lichtstrahl streift
Das Dach, frohlockend tanzt er auf den grünen Wänden;
Es lebt und webt im Holz, verborgene Quellen spenden
Ihm junge Kraft, zur Höhe ist der Tag gereift.
Verloren hat sich eine Nymphe. Unentschlossen
Lauscht sie der Träne, die vom Morgentau vergossen
Im Moose schluchzt. Das junge Herz bangt ahnungsvoll.
Ein Sprung! Da hält sie schon der Gott, von Wollust trunken,
Im Arm, sein Lachen peitscht die weiche Luft wie toll ...
Fort ist er. Und in Schweigen liegt der Wald versunken.