Die namhaftesten Vertheidiger.

Diesen zahlreichen Ungläubigen steht nun aber eine nicht minder stattliche Schaar von Schriftstellern gegenüber, welche mit grösserer oder geringerer Ueberzeugung für die Glaubwürdigkeit des herodoteischen Berichtes eine Lanze eingelegt haben. Aus dem Alterthum ist uns zwar nur ein Zeugniss durch Herodot selbst übermittelt, und dies ist nicht ganz unanfechtbar – denn ob die Worte IV, 43: „μετὰ δὲ Καρχηδόνιοί εἰσι οί λέγοντες“ bedeuten sollen, dass die Karthager die vorausgegangene Erzählung von der Fahrt der Phönizier bestätigten, oder nicht vielmehr, sie hätten die Umschiffbarkeit Libyens selbst ausgekundet, ist fraglich –; die spätere Zeit stellt uns deren aber eine reiche Fülle zur Verfügung. Ich erwähne Dureau de la Malle[25], Grote[26], Maspéro[27], Quatremère[28], Rennel[29], Wheeler, der nach seiner eigenen Aussage in den meisten Punkten sich an Rennel anschliesst[30], ferner Bähr[31], Gesner[32], dessen Abhandlung persönlich einzusehen mir leider nicht gelungen ist, Heffter[33], die treffliche Arbeit Junkers[34], Knös[35], Sandberg, von dem wir eine sehr verdienstvolle Dissertation besitzen[36], Duncker[37], Heeren[38], Lieblein[39], A. v. Humboldt[40], Löwenberg[41], Paulitschke[42], Peschel, welcher freilich hinzusetzt: „Wenn wir uns auch einigen Zwang auferlegen müssen an solch hohe nautische Thaten zu glauben“[43], und – last, not least – Karl Ritter[44]. Ich bemerke ausdrücklich, dass auch diese Reihe von Vertheidigern der Erzählung des Herodot keineswegs Anspruch auf Vollständigkeit macht; der kurze Ueberblick zeigt uns aber schon, dass auch auf dieser Seite gewichtige Namen vertreten sind.