Hab. In insulis Sangi.
Alle mir bekannten Exemplare[1] von den Sangi Inseln weichen durch den weniger behaarten Schwanz und die wenig behaarten Tarsen von dem gleich grossen T. fuscus ab, sie nähern sich also darin der Philippinen-Form mit ihrem ganz spärlich und kurz behaarten (und unbeschuppten) Schwanz und ihren so gut wie nackten Tarsen, während fuscus gut behaarte Tarsen und einen sehr stark behaarten Schwanz hat. Die langen und dunklen Haare des Schwanzes reichen bei sangirensis proximal nicht so weit und die Haare sind kürzer. Die Beschuppung ist dieselbe wie bei fuscus. Das Museum besitzt ein Exemplar von Siao und eins von Gross Sangi, das Berliner, Wiener und Braunschweiger je eins von Gross Sangi (erstere 4 aus meinen Sammlungen, letzteres von Dr. Platen) mit denselben Charakteren,[2] das Leidener (Cat. XI, 81 1892) eins von „Sangi“, von dem Dr. Jentink so freundlich war mir mitzutheilen, dass der Schwanz und der Tarsus weniger behaart seien als bei Celebes Exemplaren. Es liegt hierin also eine insulare Abweichung und eine Hinneigung zur Philippinen Form. Ich hoffe später eine Abbildung der Art geben zu können.
[1] Vgl. Abh. Mus. Dresden 1894/5 Nr. 1 p. 1. [↑]
[2] Prof. W. Blasius und Dr. v. Lorenz hatten die Güte, sie mir zum Vergleich einzusenden, das Berliner Exemplar sah ich an Ort und Stelle wieder. [↑]
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8. Tarsius philippensis A. B. Meyer
Ich beschrieb diese Art Abh. Mus. Dresden 1894/5 Nr. 1 und habe dem Gesagten wenig hinzuzufügen, da die Abbildung in n. Gr. zur weiteren Erkennung der Merkmale genügen dürfte. Nur über die Behaarung des Schwanzes möchte ich noch einige Worte sagen, da diese, der Natur der Sache nach, in der Abbildung nicht deutlich genug wiedergegeben werden konnte. Die proximalen ¾ des Schwanzes sind fast nackt, nur mit spärlich und einzeln stehenden, kaum 1 mm langen weissen Härchen besetzt; am distalen Viertel werden sie allmählich bis 3 mm lang und an den distalen 4 Centimetern stehen sie eng aneinander und sind bräunlich gefärbt. — Das Museum erhielt inzwischen 2 weitere Exemplare von den Philippinen, und zwar noch eins von Samar durch Dr. Schadenberg und eins von Nord Mindanao durch Dr. Rizal. Das rothbraune Gesicht und überhaupt die braunere Farbe ist bei allen auffallend, und sie sind hierdurch zusammen mit den fast nackten Tarsen und dem wenig behaarten Schwanze leicht von anderen Tarsiern zu unterscheiden.
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