[4] Ob Letzteres nicht in anderem Zusammenhange wie mit den Affen geschah, will ich hier nicht untersuchen. Man vergleiche u. a. Hickson: Nat. N. Cel. 1889, 163 und Globus LX, 154 1891, sowie Schurtz Abh. Sächs. Ges. Wiss. Phil. Hist. Cl. XV, II. 68 1895. [↑]

[5] Der v. Rosenbergschen Angabe (Mal. Arch. 1878, 268) möchte ich kein grosses Gewicht beimessen, wenn es sich auch so verhalten haben könnte. [↑]

[6] Die beste Synonymie von C. niger und nigrescens findet man in Andersons ausgezeichnetem Werke. [↑]

[7] Siehe z. B. Wallace (Mal. Arch. D. A. I, 393 1869 und Geogr. Verbr. D. A. I, 495 1876). Schuiling (T. Aardr. Gen. 2. s. v, 536 1888) folgt Wallace blindlings, was schon Jentink (l. c. VI, 244, 1889) gebührend beleuchtet hat, und so bringt ebenfalls er dieses Philippinen-Vorkommen, wenn auch mit einem „vielleicht“. Dass Elera, der unkritischeste aller Compilatoren, noch neuerdings (Cat. sist. fauna fil. I, 4 1895) wieder die Art auch von Negros und Sulu aufführt, kann unter diesen Umständen nicht Wunder nehmen; eine so kaltblütige Abschreiberei, wie sie Elera in seinem mehrbändigen Werke sich hat zu Schulden kommen lassen, dürfte einzig dastehen. [↑]

[[Inhalt]]

6. Tarsius fuscus Fisch.-Waldh.

Die Art kommt nach Weber (Zool. Ergebn. III, 264 1893) nur auf Celebes, Sangi, Saleyer[1] und Savu vor, wir werden aber sehen, dass die Sangi Form von der von Celebes abweicht und abzutrennen ist. Das Museum besitzt T. fuscus von Manado, Lotta und Kenilo, in der Minahassa, von der Insel Menado tua[2] bei Manado, vom Pik von Bonthain in Süd Celebes, von Tonkean, in Nordost Celebes gegenüber Peling, und von der Insel Saleyer, im Ganzen 15 Exemplare, das Leidener Museum hat ihn ausserdem von Gorontalo (Jentink Cat. XI, 81 1892), und ebendaher das Berliner Museum aus meiner Sammlung, er scheint also ganz Celebes zu bewohnen. Die Exemplare von Manado tua unterscheiden sich nicht von denen des Festlandes. Ob T. fuscus, wie wahrscheinlich auch Cynopithecus niger, vom Menschen auf diese kleine vulkanische Insel hinübergebracht worden ist?

Das Exemplar von Saleyer hat den Schwanz weniger behaart, scheint aber noch jung zu sein.

Inländischer Name in der Minahassa: tankassin. Ich besass das Gespenstthierchen im Jahr 1871 in Manado lebend, konnte es aber nicht lange in der Gefangenschaft erhalten.

Forbes (Prim. I, 21 1894) registrirt die Art irrigerweise auch von den Philippinen. Er nennt als einziges Unterscheidungsmerkmal von T. spectrum (Pall.) die dunkelbraunen Hände, allein an der Farbe der Hände kann man die beiden Arten, deren Charaktere Weber schon genügend und in bemerkenswerther Weise klar gestellt hat, nicht erkennen. Die Verschiedenheiten im Skeletbaue lohnte es sich wohl an genügendem Materiale weiter zu untersuchen (s. Burmeister Tarsius 1846, 17 u. 126 und Weber 265).