„Ich bin nicht Ihr Herr.“

„Ick bin nich Ihr Hans Fipps. Ich bin ein biederer Deibel, der seine Arbeit tut wie jeder andere. Hab auch nur zwee Arme und zwee Beene. Sie haben mir meinen Dienst nicht zu erschweren.“

„Sie wollen mir Vorschriften machen. Lernen Sie erst Benehmen.“

Da nimmt der andere die Hand von der Klinke: „Benehmen? Det laß ich mir nich gefallen. Det kann ich mir nich gefallen lassen. Det wär jelacht. Feuchtedengel, hilfste mit?“

„Ich kann nicht. Er soll mich verbinden.“

„Nun komm mal. Den kriegen wir.“

Packt den schlappen Schwaben am Mantel zwischen den Schulterblättern mit der linken Hand, rafft ihn hoch, zieht ihn vor sich wie ein Schild, fängt an auf Strick loszugehen. Der in tobender Wut schlägt ohne Waffen drauf los, dem keifenden, bettelnden, schluchzenden Feuchtedengel gegen die Stirn, zwischen die auseinanderklaffenden Zahnreihen, am Hals vorbei. Der andere versteckt sich. Der Medizinalpraktikant plärrt: „Du willst mein Beschützer sein?“ „Sei nicht feige,“ keucht der hinter ihm, „wir kriegen ihn schon.“

„Ich will ja nicht.“

„Wir kriegen ihn schon.“

Schwapp, hat der Medizinalpraktikant einen wuchtigen Stoß gegen die Schultern. Und wie sich der Teufel vorbeugt, um zu sehen, was da los ist, wettert ihm selbst ein Schlag gegen die Schläfe, daß ihm Nacht vor den Augen wird, der Rumpf zusammenklappt, die Knie einknicken und er im Umsinken nur noch die Kraft hat, Feuchtedengel über sich zu ziehen.