»Nein, vom Spaziergang . . .«

Und ein Froschausdruck legte sich um den Mund des ehrerbietigen Sohnes; wir betrachteten sein Gesicht mit all den mannigfachen Grimassen, mit dem Lächeln und den Mienen der Höflichkeit, die der Fluch Nikolai Apollonowitschs war, wenn auch nur deswegen, daß von der griechischen Maske dann nicht eine Spur zurückblieb; dieses Lächeln, die Grimassen und die einfachen Gesten der Höflichkeit schäumten wie eine ununterbrochene Kaskade vor dem hüpfenden Blick des zerstreuten Vaters. Die Hand, die den Löffel hielt, zitterte sichtlich, und die Suppe lief daneben.

»Aus dem Amt, Vater?«

»Nein, vom Minister . . .«


Oben sahen wir, wie Apollon Apollonowitsch in seinem Arbeitszimmer sitzend, zu der Überzeugung gelangte, daß sein Sohn ein ausgemachter Schuft sei: so pflegte der achtundsechzigjährige Vater täglich einen zwar nur mit den Gedanken erfaßbaren, aber doch terroristischen Akt an seinem eigenen Blute und seinem Fleische zu begehen.

Doch das waren abstrakte, durch gedankliche Arbeit gezogene Schlüsse, die nicht einmal in den Korridor, geschweige in das Speisezimmer aus dem Privatraum getragen wurden.

»Wünschest du Pfeffer, Kolenka?«

»Ich möchte um das Salz bitten, Vater . . .«

Apollon Apollonowitsch blickte seinen Sohn an, das heißt, er hüpfte mit den Augen über die Gestalt des grimassierenden jungen Philosophen und er gab sich in dieser Stunde, der Tradition gehorchend, einer Aufwallung von Väterlichkeit hin.