Es war höchste Zeit, das Haus zu verlassen. Einsam und aufgeregt schlich sich Sofja Petrowna durch die fast leeren Säle. Plötzlich erblickte sie in der Ferne einen weißen Domino, der jetzt gerade aufgetaucht zu sein schien, und:
jemand, traurig und schlank, jemand, den sie unzählige Male gesehen zu haben glaubte, auch vor kurzem, auch heute — jemand, traurig und schlank, ganz in weißen Atlas gehüllt, schritt ihr durch die leeren Säle entgegen; durch die Ausschnitte der Maske ergoß sich auf sie das helle Licht seiner Augen; es schien ihr, als strahlte trauriges Licht von seiner Gestalt, von seinen knöchernen Fingern . . .
Und vertrauensvoll rief Sofja Petrowna dem lieben Domino zu:
»Ssergeij Ssergeijewitsch! . . . Ssergeij Ssergeijewitsch!«
Kein Zweifel, es war Ssergeij Ssergeijewitsch Lichutin; er hatte den gestrigen Auftritt bereut; er kam — um sie abzuholen.
Sofja Petrowna rief noch einmal dem lieben Domino zu — dem Schlanken, Traurigen:
»Sie sind es doch? Sie?«
Doch der Schlanke, Traurige schüttelte langsam den Kopf und legte die Finger an den Mund, wie zum Schweigen auffordernd.
Vertrauensvoll streckte sie dem Kostümierten ihre Hand entgegen: wie schimmerte doch der weiße Atlas, wie war er kühl! Ihr himmelblauer Arm legte sich, willenlos, auf den weißen des Dominos.
Nie hatte sie Ssergeij Ssergeijewitsch so glänzend gesehen, während sie flüsternd bat: