»Und — was ist die Null?«
»Die Null ist eine Bombe, Kolenka . . .«
Nikolai Apollonowitsch begriff nun, daß er eine Bombe war, nichts weiter; diese Bombe war explodiert, und an jener Stelle, wo im Lehnstuhl die Hülle des Nikolai Apollonowitsch (einer Eierschale gleich) saß — zuckte ein Blitz auf und tauchte in die schwarzen Äonenwellen unter.
Da erwachte Nikolai Apollonowitsch halb; schaudernd merkte er, daß sein Kopf auf der Sardinenbüchse lag.
Und er sprang in die Höhe: ein schrecklicher Traum . . . Was war es aber? Er konnte sich des Traums nicht entsinnen; der Alpdruck, der ihn in seiner Kindheit zu quälen pflegte, stellte sich ein: Pépp, Péppowitsch, Pépp, ein Kügelchen, das sich zu einer Riesenkugel aufbläht; die alten Kinderdelirien kehrten wieder zurück, denn — Pépp, Péppowitsch Pépp, das Kügelchen von schauerlichem Inhalt, ist nichts als eine Bombe; dort steht sie und summt unhörbar mit ihren Zeigern und dem Härchen; Pépp, Péppowitsch, Pépp wird sich dehnen, dehnen, dehnen; Pépp, Péppowitsch, Pépp wird dann explodieren: alles, alles wird zerspringen . . .
»Was? Phantasiere ich?«
Mit rasender Schnelligkeit ging es durch seinen Kopf: Was tun? Es bleibt nur noch eine Viertelstunde übrig: den Schlüssel wieder umdrehen?
Er drehte zwanzigmal den Schlüssel um; und zwanzigmal ächzte etwas drinnen in der Blechbüchse: die alten Delirien kehrten für einige Zeit zurück, damit der Morgen — Morgen, der Tag — Tag und der Abend — Abend bleibe; am Ende der Nacht aber wird keine Umdrehung des Schlüssels die Frist zu verlängern vermögen: es wird etwas geschehen, was die Wände zum Umstürzen bringen, den purpur erleuchtenden Himmel in Stücke zerreißen und ihn zusammen mit dem verspritzten Blut zum finsteren Urchaos verwandeln wird.
Ende des fünften Kapitels.