»Da wundere ich mich aber . . .«

»Ich auch . . .«

Verdutzt sahen sie einander in die Augen. Alexander Iwanowitsch (er vergaß jetzt, daß er vom Fieber geschüttelt wurde) erfaßte wieder mit der Hand den Rand des italienischen Überwurfs:

»Um diesen Knoten zu lösen, antworten Sie mir bitte auf folgende Frage: Ging das Versprechen nicht direkt von Ihnen aus?«

»Nein doch! Nein!«

»Diesen Mord haben Sie also nicht einmal in Gedanken gehabt? Verzeihen Sie, ich frage so, weil ein Gedanke sich manchmal unwillkürlich, durch eine Geste, durch den Tonfall, durch einen Blick, ja sogar durch das Beben der Lippen äußert . . .«

»Aber nein doch, nein . . . das heißt . . .« Nikolai Apollonowitsch hielt inne; und dabei merkte er, daß er innehielt, weil er einen verdächtigen Gedankengang verbergen wollte; er errötete und begann von neuem:

»Das heißt, ich habe den Vater nie geliebt . . . Und ich glaube es oft ausgesprochen zu haben . . . Aber, daß ich . . .? Nie und nimmer! . . .«

»Schön, ich glaube Ihnen.«

Aber tückischerweise errötete hier Nikolai Apollonowitsch bis zu den Haarwurzeln; nun wollte er die Sache wieder erklären, doch Alexander Iwanowitsch schüttelte abwehrend den Kopf, um eine gewisse, diskrete Nuance eines ihnen beiden zu gleicher Zeit gekommenen Gedankens nicht zu berühren.