Aber er hielt es nicht aus und sah wieder hin.

Der Unbekannte hatte sich nicht vom Platz gerührt; er wartete offenbar, ebenso wie Nikolai Apollonowitsch; wartete, bis der Regen aufhört; plötzlich rührte er sich, plötzlich schloß er sich dem Menschenstrom an; den Paaren und den Gruppen; er verschwand hinter einem blanken, lackierten Dreimaster; nur sein Regenschirm ragte hilflos hervor.

»Du solltest dich abwenden und weitergehen! Hol’ ihn der Kuckuck, den Unbekannten, was geht er dich an?«

Kaum hatte er es gedacht, tauchte die Schirmmütze, die ihn so gefesselt hatte, hinter dem blanken Dreimaster und den sich rasch vorbeiziehenden Schultern wieder auf; in Gefahr, unter eine Droschke zu kommen, lief der Unbekannte quer über die Straße; komisch streckte er seinen Regenschirm vor, den der Wind ihm aus der Hand zu reißen drohte.

Wie sollte er sich jetzt abwenden? Wie jetzt fortgehen?

»Was will er?« dachte Nikolai Apollonowitsch und war, unerwartet für sich selbst, darüber verwundert.

»Ah, so sieht er also aus!«

In der Nähe verlor der Unbekannte sehr an Interesse; aus der Entfernung hatte er imposanter ausgesehen; geheimnisvoller, trauriger; seine Bewegungen waren langsamer.

»He! bitte: er sieht ja ganz idiotisch aus! Diese Mütze, nein diese Mütze! Wie er auf seinen Kranichbeinen dahintrippelt! Die Schöße des schäbigen Mäntelchens flattern hin und her, der Schirm mit Löchern, und die Gummischuhe sind viel zu groß . . .«

Nikolai Apollonowitsch empfand etwas wie Feindseligkeit gegen den Fremden; erst wollte er ihn vorbeilassen, dann änderte er seine Taktik und rührte sich nicht vom Platz, um dem anderen nicht etwa den Weg frei zu, machen; so stießen sie direkt aufeinander; Nikolai Apollonowitsch machte eine erstaunte Miene, der andere zeigte sich gleichgültig; sonderbar: die durchfrorene, große Hand (mit Gänsehaut bedeckt) berührte die Mütze; eine hölzerne, heisere Stimme hämmerte entschlossen: