Das Jahr achtzehnhundertundzwölf hatte ihn aus den Wäldern befreit; achtzehnhundertfünfundzwanzig stürmten die Dezembertage an ihm vorbei. Vorüber sind diese Stürme! Vorüber sind auch die jüngsten Stürme von neunzehnhundertundfünf!

Mann mit dem steinernen Bart!

Alles hatte er gesehen, was um ihn geschah, und was zu geschehen aufgehört hatte. Doch wird er niemals davon erzählen.

Er erinnert sich der zwei Vollblutrosse, die der Kutscher mit festem Zug an der Leine vor dem Portal anhielt; von den schweren Gruppen stieg der Dampf in Wolken auf; ein General mit Dreimaster auf dem Kopfe, in einem Mantel mit Biberkragen, sprang graziös aus dem Wagen und lief unter lauten »Hurras« zur Glastür, die sich ihm öffnete.

Dasselbe »Hurra« klang ihm entgegen, als der General später auf den Balkon hinaustrat. Der bärtige Mann unter dem Balkon kennt diesen Namen noch heute. Aber er nennt ihn niemandem.

Er wird niemandem von der Dirne erzählen, die heute nacht unten auf den Stufen des Portals gekauert und geweint hatte.

Er wird niemandem von dem Minister erzählen, der, bis vor kurzem, hier täglich zu erscheinen pflegte: er trug einen Zylinder auf dem Kopf; in seinen Augen lag eine grünliche Tiefe; wenn er aus dem leichten Schlitten heraustrat, glättete er seinen gepflegten graumelierten Bart mit der grau behandschuhten Hand.

Er ging mit hastigen Schritten durch die Glastür, um dann in Nachdenklichkeit versunken an den Fenstern stehenzubleiben.

Dort, an jenem Fenster, sah man das blasse, blasse Gesicht an die Scheibe gedrückt; der zufällige Passant würde in dem blassen Fleck an der Scheibe wohl kaum das Gesicht des Mannes vermutet haben, der von da aus die Schicksale Rußlands lenkte.

Der bärtige Alte kannte ihn; und er erinnert sich seiner, niemals und nie wird er von ihm erzählen! . . .