»Apollon Apollonowitsch hat seinen Abschied genommen . . .«
Alle sprangen von den Plätzen auf; der Beamte Legonin begann zu weinen; es entstand ein blödes Stimmengewirr, ein Fußtrampeln; aus dem Zimmer des Vizedirektors drang eine feste Stimme und das Knattern der Telephonglocke (zum Departement neun); der Vizedirektor stand mit bebendem Kinn da; in seiner Hand tanzte das Telephonrohr hin und her. Apollon Apollonowitsch Ableuchow war bereits nicht mehr das Haupt des Amtes.
Eine Viertelstunde später erteilte der grauhaarige Vizedirektor, in hoch zugeknöpftem Amtsrock und mit dem Annaorden auf der Brust, seine Befehle; zwanzig Minuten später schritt er mit frisch rasiertem, verjüngtem Gesicht durch die weiten Säle.
Das war der Verlauf eines Ereignisses von unbeschreiblicher Wichtigkeit.
Das Reptil
Die schäumenden Wasser des Kanals wälzten sich gegen die Stelle, an der der Wind, aus der öden Ferne des Marsfeldes kommend, stöhnte: ein schrecklicher Ort!
Am Rande dieses schrecklichen Ortes prangt ein herrlicher Palast; sein nach oben ragender Turm gibt ihm das Aussehen eines wunderschönen Schlosses: rosarot, steinschwer; ein Gekrönter lebte in diesen Mauern; schon lange ist es her: der Gekrönte weilt längst nicht mehr unter den Lebenden.
Seiner Seele, o Herr, sei in deinem Reiche gnädig!
Der rosenrote Palast hob sich mit seinen nach oben ragenden Dächern von den vollständig blätterlosen, knorrigen Ästen der Umgebung ab; in wirrem Durcheinander streckten sich die Zweige gegen den Himmel und fingen die weißgrauen Nebelbausche auf; ächzend flog, pfeilgerade, eine Krähe auf; sie flog auf, schwebte eine Weile in den Nebelflocken und stürzte sich wieder hernieder zur Erde.
Ein Droschkenwagen durchkreuzte diesen Ort.