Der lackierte Wagen mit dem Wappen wird nicht mehr an die alte, steinerne Karyatide heransausen; nichts wird sich dort, hinter der Glastür, ihm entgegen, erheben: weder die achtzigjährige Schulter, noch der Dreimaster und der kupferköpfige Stab; aus den Ruinen wird nicht Port Arthur entstehen; aber erheben wird sich China; horch! — tönt nicht ein Stampfen aus der Ferne? Das sind — die Reiter des Tschingis-Khan.

Apollon Apollonowitsch horchte auf: aus der Ferne kommt das Stampfen; nein, es ist kein Stampfen: Ssemjonytsch schreitet durch die kalt glitzernde Pracht der Zimmer; herein kommt er, sieht sich um und geht weiter.

Die Schritte des alten Ssemjonytsch verklangen.

Apollon Apollonowitsch liebte seine große Wohnung nicht, mit der ewigen Perspektive der Newa: eine grünliche Schar zogen dort die Wolken dahin: zuweilen verdichteten sie sich zu gelblichem Rauch, der sich dann auf die Ufer legte; die dunkle Wassertiefe schlug mit dem Stahl ihrer Schuppen an den Granit; Apollon Apollonowitsch sah sich um: diese Wände! Hier wird er sitzenbleiben, für lange Zeiten, mit der Perspektive auf die Newa. Das ist sein Familienherd; der öffentliche Dienst ist beendet.

Was ist dabei?

Wände — Schnee und nicht Wände! Ja, gewiß, sie sind etwas kalt . . . Was ist dabei? Familienleben — schon gut: Familienleben; d. h.: ja gewiß: Nikolai Apollonowitsch ist ein schrecklicher — ja, sozusagen ein schrecklicher . . . und dann: Anna Petrowna, die auf ihre alten Tage . . . weiß Gott wozu, sich gewandelt hat!

Mm — mmä . . .

Apollon Apollonowitsch drückte fest den Kopf mit den Händen; seine Blicke starrten in die prasselnde Glut des Kamins: müßige Spiele des Gehirns!

Sie liefen weiter — die Gedanken, liefen über, die Grenze des Bewußtseins hinaus: dort türmten sie sich zu einem Berg chaotischer Bilder; Nikolai Apollonowitsch tauchte dort auf — klein gewachsen, mit forschend blauen Blicken und einem Knäuel mannigfachster (das muß man schon zugeben) geistiger Interessen, bis zum Äußersten verworrener.

Und es tauchte ein Mädchen auf (seitdem sind schon — dreißig Jahre verflossen); eine Schar Anbeter; unter ihnen ein in besten Jahren stehender Herr, Apollon Apollonowitsch Ableuchow, bereits ein höherer Beamter und ein hoffnungslos Verliebter.