»Das geht doch nicht so einfach . . . Das geht doch nicht . . . Es ist ja noch nichts bewiesen . . .«
Lipantschenko wandte sich von der seufzenden Sofja Sacharowna ab und streckte die Hand nach der — denken Sie sich nur! — an der Wand hängenden Geige.
»Man hat draußen allerlei Unannehmlichkeiten zu ertragen, nun kommt man nach Hause und — nein so was . . .«
Er griff nach dem Stück Harz und begann wütend damit über den Bogen zu fahren; mit schüchterner Grimasse, die seiner Stellung in der Partei keinesfalls entsprach, begann er die Saiten zu probieren:
»Da kommt man einem mit verweintem Gesicht entgegen . . .«
Er drückte die Geige gegen den Leib und beugte sich über sie, tief; das breite Ende auf die Knie gestützt hielt er das schmale mit dem Kinn fest und zog an einer Saite:
Don! tönte es.
Sein Kopf neigte sich auf die Seite; mit fragendem, halb listigem, halb wehmütigem Ausdruck sah er Sofja Sacharowna an und schnalzte mit der Zunge; als ob er fragen wollte:
»Haben Sie gehört? Haben Sie gehört?«