»Herz Zehn . . .«
»Nein, mein Lieber, diese Karte ist draußen . . .«
»Was meinen Sie, Anna Petrowna: wollen wir nicht im Frühjahr nach Proljotnoje übersiedeln?« Proljotnoje war das Stammgut der Ableuchows: Apollon Apollonowitsch hatte Proljotnoje seit zwanzig Jahren nicht besucht.
Dort im Wald, in Schnee und Eis, war er einst — vor etwa fünfzig Jahren — beinahe erfroren; eines dummen Zufalls wegen; in jener Stunde des einsamen Erfrierens war sein Herz wie von kalten Fingern gestreichelt worden; eine eisige Hand hatte ihm zugewinkt; hinter ihm liefen die Jahrhunderte zurück in die Unermeßlichkeit; vor sich sah er die eisige Hand in Unermeßlichkeiten winkend, Unermeßlichkeiten liefen ihm entgegen.
Die eisige Hand!
Und — nun: sie begann aufzutauen.
Zum erstenmal tauchten sie jetzt wieder vor ihm auf, jene fernen, verwaisten Gegenden; der aufsteigende Rauch aus den Dorfhütten und die — Dohlen; in ihm erwachte der Wunsch, den Rauch der Dorfhütten wiederzusehen; und dann — die Dohlen.
»Ja, wir können nach Proljotnoje ziehen: dort gibt es soviel Blumen.«
Und Anna Petrowna begann wieder aufgeregt von den Schönheiten der Alhambraschlösser zu erzählen; in ihrer Begeisterung merkte sie nicht, daß sie immerzu statt ich — wir sagte: d. h. sie und Mantalini.
»Wir kamen am Morgen an, in einem wundervollen kleinen Wagen, der von Eseln gezogen wurde; das Geschirrzeug war mit so großen Quasten verziert; und wissen Sie, Apollon Apollonowitsch, wir gewöhnten uns . . .«