Jetzt entstand eine Volksversammlung. Carlsson spielte den edelmütigen Retter und machte den mitleidigen Samariter, indem er frömmelte und wehklagte.
– Könnt ihr euch denken: ich komme ganz zufällig hierher,
da höre ich etwas plätschern und quellen, daß ich glaube, es sei ein Seehund. Als ich näher kam, sehe ich, es ist unser lieber Herr Pastor. Herr Jesus, sage ich zum Bootsmann, ich glaube, das ist Pastor Nordström selbst, der dort liegt und mit den Flügeln schlägt. Und dann sagte ich zu Rapp: Du, Rapp, lauf nach einer Trosse! Und Rapp lief nach einer Trosse. Als wir aber den Stropp um den dicken Herrn schlangen, fing er an zu schreien, als wollte man ihn ausweiden. Und wie er aussieht!
Der Pastor sah wirklich unbeschreiblich aus. Die Männer betrachteten ihren Hirten mit Verdruß, aber auch mit unausrodbarer Ehrerbietung; sie wollten ihn so schnell wie möglich fortschaffen.
Aus zwei Paar Rudern wurde eine Bahre gemacht, auf die man den Pastor legte. Acht starke Schultern trugen ihn nach der Tenne hinauf, wo man ihn umkleiden wollte.
Der Spielmann, der ganz betrunken war, glaubte, es handle sich um irgendeine Posse; er stieß zu ihnen und zog mit, während er Bellmans Trinklied »Macht Platz da, macht Platz da der Bahr des alten Schmidt!«; fiedelte.
Burschen kamen aus den Büschen hervor und gesellten sich dazu. Der Professor glaubte seine verlorene Jugend wiedergefunden zu haben, setzte sich an die Spitze und sang. Norman hatte seine Harmonika vorgeholt, da er seine musikalische Suada nicht unterdrücken konnte.
– Es stinkt arg! bemerkte der Professor, welcher der Dachtraufe von der Bahre zu nahe gekommen war, und die Männer hielten sich die Nase zu. Da rührte es sich oben, und über ihre Köpfe ergoß es sich von der Höhe.
– Er speit, er speit! schrie der Professor.
– Nehmt euch in Acht, er kotzt, er kotzt, warnte Carlsson, aber zu spät.