Er bekam die Laterne und arbeitete sich gegen den Wind auf die Wiese hinaus, folgte dem Gebell und gelangte in das Kieferngehölz, das die Wiese vom Strande trennte. Das Gebell war verstummt, aber zwischen den rauschenden und knackenden Föhren hallten Schritte von eisernen Haken gegen den Bergfelsen; krachten Zweige, die jemand brach, der seinen Weg suchte; spritzten Wasserlachen auf; antworteten Flüche auf das Winseln des Hundes.
– Wer da? rief Carlsson.
– Der Pastor! antwortete eine rostige Stimme.
Carlsson sah Funken sprühen, die ein eiserner Haken an einem Granitfindling schlug, und aus einem Dickicht stürzte ein kleiner, breitschultriger Mann den Hügel hinab. Das grobe, wetterharte Gesicht wurde von wildem, grauem Backenbart eingerahmt und von kleinen scharfen Augen belebt, deren Brauen Astmoos glichen.
– Höllische Wege habt ihr hier auf der Insel! zankte er zum Gruß.
– Herr Jesus, sind Sie’s, Herr Pastor? In diesem Hundewetter unterwegs? beantwortete Carlsson achtungsvoll die Willkommsflüche seines Seelsorgers. Aber wo ist denn das Boot?
– Es ist das Fischerboot, und das hat Robert in den Hafen gebracht. Laß uns nur unter Dach kommen, denn heute Abend weht der Wind einem durch den Leib. Vorwärts marsch!
Carlsson ging mit der Laterne voran und der Pastor folgte, während der Hund in den Büschen herumschnüffelte, nach einem Birkhuhn, das sich eben erhoben und in den Bruch gerettet hatte.
Die Alte war dem Laternenschein auf den Hof hinaus entgegen gegangen; als sie den Pastor erkannte, freute sie sich und hieß ihn willkommen.
Der Pastor hatte Fische nach der Stadt bringen wollen und war unterwegs vom Sturm überrascht worden, der ihn zum landen zwang. Er fluchte und schalt, weil er nicht zur Zeit nach der Stadt kommen konnte, um seine Fische los zu werden.