Der Arzt

Ihr seht Euch wieder! Stör, nicht meinen Plan!

Der Schmied

Ich armer Mann! Was soll nun aus mir werden?

Der Arzt

Sag, selbst! Ich laß dir freie Wahl!
Was wärst du gern?

Schmied

Was gern ich wär?
Was bin ich? O! Ich fühle mich so alt,
So böse, seit des Lebens holder Trug
Mir ward geraubt!
Mir ist, als wandelt’ ich auf Modergrund.
Man fürchtet mit den Beinen einzusinken
Und dazusitzen, wie der Fuchs im Eisen.
Ach! Wie’s des Lebens mich, der Menschen ekelt!
Je mehr man lernt, je weniger man glaubt,
Und wer am meisten meint zu wissen,
Weiß nichts! Ja, dieses kaum!
Ah, daß ein Ries’ ich wär, die Alpen tragend
Auf meinem breiten Schulterblatt,
Ich wollt’ mich bücken und die ganze Last
Zur Erde wälzen, daß sie flög’ in Trümmer!
Groß will ich sein und stark, der Allerstärkste,
Das Universum mit dem Fuß zertreten,
Auf daß beim Schreiten der Vergänglichkeit
Mit Stolz mich der Gedanke schwellte,
Allein zu fallen von der eignen Hand,
Wenn all die anderen von fremder fielen!

Der Arzt

Mich dünkt der Wunsch so deutlich vorgetragen,
Daß nicht daran zu zweifeln ist! Wohlan!
Magst Riese sein, die alte Erd’ erschüttern!
Nur gib hübsch acht, wie du den Kreisel peitschst,
Daß er dir laufe, ohne anzuprallen!
Hinweg nun, marsch!