(Hinausrufend) Laßt Eure Künste spielen!

(Verwandlung.)

Dritter Akt

(Rechts die von Laub und Blumen umrankte Veranda des Pfarrhofgebäudes. In der Mitte des Hofes eine Linde. Darunter ein Tisch. Zur Linken ein jäher Abhang, über den sich der Hoberg-Alte erhebt, ein Pfad schlingt sich am Fuße des Bergriesen hin. Im Hintergrunde sieht man das Tal mit einem See, an dem die Dorfkirche liegt.)

Erste Szene

Der Hoberg-Alte (Schmied, allein.)[3]

So bin ich richtig nun ein Riese worden,
Und keinen größern siehst du hier im Norden!
Bin ich nicht gerade schön, bin ich doch schaurig groß,
Und weithin kann ins Land ich wie kein Zweiter sehen.
Ich spiegle mich im See, das Haupt im Wolkenschoß,
In Weiß hüllt mich der Schnee, grün kleidet mich das Moos,
Im warmen Sonnenschein laß ich mir’s wohlergehen.

Dort unten in dem Tale, da wohnt ein Priestergreis,
Aus seiner Kirche hör’ ich’s immer bimmeln,
Im alten Trotte wallet das Volk hin scharenweis,
Um seinen weißen Balder gläubig zu verhimmeln.

Doch ihn, den Bergesriesen, ehrt keiner mehr fürwahr,
Obgleich an Kraft er allen überlegen;
Er schützt im Tal die Menschen vor wilder Sturmgefahr.
Die blauen Blitze fängt er in seinem eignen Haar,
Dem Acker gibt er Wärme, die Sonnenlicht gebar,
Im tiefen Schoße sammelt er den Regen.

[3] Der Riese wird durch eine Felsenformation dargestellt.