Nun machten sie sich fertig zum Aufbruch. Überall gab es eine eifrige Geschäftigkeit in dem schmutzigen Schnee. Das Gerät wurde zusammengepackt und die Reisigbündel auf Karren geladen. Kleine Bürschchen rannten hinter den Pferden her, die sich zu weit verirrt hatten, und hängten sich mit fröhlichem Geschrei an ihre Mähnen. Jeder tat seine Arbeit, die Gefährten halfen einander, und so wurde in das Wirrwarr bald Ordnung gebracht, unter der Aufsicht einer Art von Erzvater, eines Mannes wie ein Baum, mit einer großen Pfeife, den Kopf in ein Tuch eingewickelt, das das eine Auge bedeckte, während das andere scharf beobachtete unter den Stoppeln des knochigen Augenbrauenbogens. Und da war auch ein junges Mädchen, das Ahasverus unaufhörlich betrachten mußte, denn auf ihren bloßen, in Schmutz und Schnee wundgelaufenen Füßen glitt sie halb gehend, halb tanzend bald hierhin, bald dorthin wie ein Sonnenstrahl, und ihr frisches Gesichtchen zwischen dem wirren Haar glich wohl einem schönen Traum bei hellem Tag.

Bei all diesem Treiben stand Ahasverus wie verloren. Er lauschte einem Liede, das hinter einem Wagen erklang:

Durch hoch und tief, durch dünn und dick!

Morgen ist morgen, doch der Augenblick

Aus deinem Lachen mir strahlt, mein Frauchen!

Durch Sonnenglühen und Sturm, der droht!

Das Werk von heute, von heute das Brot

Und deines Blickes der Trost, mein Frauchen!

Durch Kampf und Traum, durch Freude und Schmerz!

Doch Brüder mitsammen, und o, mein Herz