Fast jeder Schriftsteller, der von diesem Kampfe geschrieben, ist darzuthun bemüht gewesen, daß die Parthei, der er angehörte, es war, die für die unveränderte Beibehaltung der alten Verfassung kämpfte; aber das Wahre ist, daß die alte Verfassung nicht unverändert beibehalten werden konnte. Ein Gesetz, erhaben über alle Berechnungen menschlicher Weisheit, hat geboten, daß Verfassungen jener besondern Art, wie sie im vierzehnten und fünfzehnten Jahrhunderte in Europa allgemein gewesen, nicht länger mehr bestehen sollten. Die Frage war also nicht, ob unsere Regierungsform eine Veränderung erleiden, sondern welcher Art diese Veränderung sein müsse. Durch das Erstehen einer neuen und mächtigen Kraft war das alte Gleichgewicht gestört und alle beschränkten Monarchien hatten sich eine nach der andern in unbeschränkte verwandelt. Was an andern Orten geschehen, würde sicher auch bei uns geschehen sein, wenn das Gleichgewicht nicht dadurch hergestellt worden wäre, daß man einen großen Theil der Macht von der Krone auf das Parlament übertrug. Es fehlte nicht viel, so hätten unsern Fürsten Zwangsmittel zu Gebote gestanden, wie kein Plantagenet oder Tudor sie je besessen, und sie wären unvermeidlich Despoten geworden, hätte man ihnen nicht zu gleicher Zeit Beschränkungen auferlegt, denen kein Plantagenet oder Tudor je unterworfen gewesen.
Die Reformation und ihre Wirkungen. [Es] scheint demnach gewiß zu sein, daß das siebzehnte Jahrhundert auch dann nicht ohne heftige Kämpfe zwischen unsern Königen und ihren Parlamenten vorübergegangen wäre, wenn nur politische Gründe sie angefacht hätten; aber andere Ursachen, vielleicht noch gewichtiger, brachten sie hervor. Während die Regierung der Tudors auf dem Gipfelpunkte ihrer Kraft stand, trat ein Ereigniß ein, das den Geschicken aller christlichen Völker, und namentlich dem des englischen Volks, eine neue Richtung gab. Zweimal im Laufe des Mittelalters hatte sich der Geist Europa’s gegen die Herrschaft des Pabstes erhoben. Die erste Erhebung fand im südlichen Frankreich statt. Das kräftige Einschreiten Innocenz’ III., der Eifer der damals erst gestifteten Franziskaner- und Dominikaner-Orden und die Rohheit der Kreuzfahrer, von der Geistlichkeit auf eine unkriegerische Bevölkerung gehetzt, vernichteten die albigensische Kirche. Die zweite Erhebung begann in England, und verbreitete sich bis nach Böhmen; aber auch diesmal gelang es dem Konzil von Kostnitz, indem es einige kirchliche Mißbräuche, an denen die Christenheit Anstoß nahm, beseitigte, und den europäischen Fürsten, indem sie schonungslos mit Feuer und Schwert gegen die Ketzer einschritten, der Bewegung Einhalt zu thun. Auch dies haben wir nicht sehr zu bedauern. Die Sympathien eines Protestanten werden sich natürlich zu den Albigensern und Lollards hinneigen; aber ein gemäßigter und aufgeklärter Protestant wird nach genauer Prüfung doch wohl in Zweifel ziehen, daß der glückliche Erfolg dieser Sekten überhaupt Glück und Tugend der Menschen befördert haben würde. Wie verdorben die römische Kirche damals auch war, so ist es doch wahrscheinlich, daß eine noch viel verdorbenere an ihre Stelle getreten sein würde, wenn sie im zwölften, und selbst im vierzehnten Jahrhunderte noch, gestürzt wäre. Der größte Theil Europa’s besaß in jener Zeit nur wenig Kenntnisse, und die vorhandenen waren Eigenthum der Geistlichkeit. Von fünfhundert Menschen konnte nicht einer die Psalmen lesen; Bücher waren selten und theuer; die Buchdruckerkunst kannte man nicht, und Abschriften der Bibel, bei weitem nicht so schön und deutlich als die, welche der ärmste Landmann sich jetzt gedruckt verschaffen kann, wurden zu Preisen verkauft, die selbst der größte Theil der Geistlichen nicht zu zahlen vermochte. Dem Laienstande war es daher völlig unmöglich, durch eigene Anschauung die heilige Schrift kennen zu lernen. Wäre nun das eine geistige Joch abgeworfen gewesen, so hätte man aller Wahrscheinlichkeit nach ein anderes auferlegt, und die bisher von der römischen Geistlichkeit ausgeübte Gewalt würde auf eine weit schlimmere Klasse von Lehrern übergegangen sein. Mit den übrigen Jahrhunderten verglichen, war das sechzehnte Jahrhundert ein sehr aufgeklärtes; und dennoch folgte in diesem Zeitalter eine große Anzahl derer, welche sich von der alten Religion losgesagt, dem ersten besten verlockenden und scheinheiligen Führer, der sich ihnen darbot, und verfielen bald in noch gefährlichere Irrthümer als die waren, denen sie entsagt hatten. So war es dem Matthias und Knipperdolling, den Aposteln der Unzucht, des Raubes und des Mordes, möglich, eine Zeitlang große Städte zu beherrschen. In einem noch ungebildeten Zeitalter hätten solche falsche Propheten Reiche gründen können, und das Christenthum wäre in einen grausamen und sittenlosen Aberglauben verkehrt worden, schädlicher, nicht nur als das Pabstthum, sondern auch als der Islam.
Jene große religiöse Umwälzung, die man besonders die Reformation nennt, begann ungefähr hundert Jahre nach dem Kostnitzer Konzile. Die Zeit war nun zu Reformationen reif, denn der geistliche Stand besaß nicht mehr allein und hauptsächlich den Schatz menschlichen Wissens. Die Erfindung der Buchdruckerkunst hatte den Gegnern der römischen Kirche eine mächtige Waffe gegeben, die den Vorgängern derselben gefehlt; das Studium der alten Schriftsteller, die rasche Entwickelung der neuen Sprachen, die plötzlich in jedem Zweige der Literatur entfaltete Thätigkeit, der politische Zustand Europas, die Lasterhaftigkeit des römischen Hofes, die Erpressungen der römischen Kanzlei, die Eifersucht, welche die Reichthümer und Privilegien der Geistlichkeit in den Laien erweckten, der Neid, den das Übergewicht Italiens in den diesseits der Alpen Geborenen erregte, — dies Alles gab den Predigern der neuen Gotteslehre einen Vortheil, den sie zweckmäßig zu verwenden wußten.
Man kann ohne Inconsequenz, selbst in Anbetracht des wohlthätigen Einflusses, den die römische Kirche auf die Menschheit ausübte, die Reformation als ein unschätzbares Glück betrachten. Das Gängelband, welches das Kind sichert und aufrecht erhält, ist dem Manne ein Hinderniß. So können dieselben Hilfsmittel, die auf der einen Bildungsstufe den menschlichen Geist stützen und entwickeln, auf einer andern ihm hemmende Bande sein. In der Existenz des Einzelnen wie der Gesellschaften giebt es einen Punkt, wo die Unterwerfung und der Glaube, die man in späteren Zeiten mit Recht Knechtssinn und Leichtgläubigkeit nennen würde, nützliche Eigenschaften sind. Das Kind, das gelehrig und vertrauensvoll auf die Unterweisungen Älterer hört, wird ohne Zweifel rasche Fortschritte machen; der Mann aber, der unbedenklich und mit kindlicher Gelehrigkeit jede Behauptung und jede Glaubensansicht eines andern und nicht klügern Mannes als er, annimmt, würde verächtlich erscheinen. Ebenso ist es mit ganzen Gesellschaften. Die Kindheit der europäischen Nationen verfloß unter der Vormundschaft der Geistlichkeit. Der Einfluß der geistlichen Orden war lange Zeit so überwiegend, wie es naturgemäß und mit Recht jede geistige Autorität sein muß. Die Priester, mit allen ihren Fehlern, bildeten den aufgeklärtesten Theil der Gesellschaft; es war daher im Ganzen genommen ein Glück, daß man ihnen gehorchte und sie achtete. Die Übergriffe der kirchlichen Macht in das Gebiet der weltlichen war so lange mehr segenbringend als schädlich, als sich die geistliche Gewalt in den Händen der einzigen Klasse befand, die Geschichte, Philosophie und öffentliches Recht studirt hatte, die weltliche Gewalt aber in den Händen roher Häuptlinge, die ihre eigenen Verleihungen und Erlasse nicht lesen konnten. Dies änderte sich jedoch; die Kenntnisse verbreiteten sich nach und nach unter den Laien, von denen schon im Anfange des sechzehnten Jahrhunderts viele in geistiger Beziehung den aufgeklärtesten ihrer Seelenhirten gleich kamen. Von nun an wurde jene Autorität, welche ungeachtet mancher Mißbräuche in den Jahrhunderten der Finsterniß eine gesetzliche und heilsame Vormundschaft gewesen, eine ungerechte und verderbliche Tyrannei.
Von der Zeit an, wo die Barbaren das weströmische Reich stürzten, bis zu der Zeit des Wiederemporblühens der Wissenschaften übte die römische Kirche im Allgemeinen auf Wissenschaft, Civilisation und eine gute Staatsverfassung einen heilsamen Einfluß aus; aber während der letzten drei Jahrhunderte ist es ihr Hauptbestreben gewesen, die Entwickelung des menschlichen Geistes zu hindern. Alle Fortschritte in der Christenheit, in Wissen, Freiheit, Wohlstand und in den Künsten des Lebens, sind ungeachtet ihres Entgegenwirkens gemacht worden und haben stets zu ihrer Macht im entgegengesetzten Verhältnisse gestanden. Die schönsten und fruchtbarsten Provinzen Europa’s sind unter ihrer Herrschaft in Armuth, politische Knechtschaft und geistige Erstarrung versunken, während protestantische Länder, die einst als unfruchtbar und barbarisch sprichwörtlich waren, durch Geschicklichkeit und Fleiß in Gärten verwandelt wurden, und sich einer langen Reihe von Helden, Staatsmännern, Philosophen und Dichtern rühmen. Man kann sich ein Urtheil über die Tendenzen der päpstlichen Herrschaft bilden, wenn man weiß, was Italien und Schottland von Natur sind und vor vierhundert Jahren wirklich waren, und wenn man jetzt die Gegend um Rom mit der um Edinburg vergleicht. Das Herabsinken Spaniens, einst die erste unter den Monarchien, zu der untersten Stufe der Erniedrigung, und das Emporsteigen Hollands, ungeachtet mancher natürlichen Hindernisse, zu einer Höhe, wie sie kein Gemeinwesen von so geringer Ausdehnung je erreicht hat, beweisen dasselbe. Wer in Deutschland aus einem katholischen Lande in ein protestantisches, in der Schweiz aus einem katholischen in einen protestantischen Kanton, und in Irland aus einer katholischen in eine protestantische Grafschaft kommt, gewahrt, daß er von einem niedern Grade der Civilisation bei einem höhern Grade angelangt ist. Dieselben Resultate findet man jenseits des atlantischen Meeres. Die Protestanten der Vereinigten Staaten haben die Katholiken in Mexico, Peru und Brasilien weit hinter sich gelassen. Die Katholiken von Unter-Canada verharren in ihrer Trägheit; die Protestanten aber erfüllen den ganzen Kontinent um sich her durch Thätigkeit und Unternehmungsgeist. Die Franzosen haben ohne Zweifel Energie und Intelligenz an den Tag gelegt, die ihnen, selbst wenn sie in unrechte Bahnen geleitet wurden, gerechten Anspruch auf den Namen einer großen Nation geben; aber bei näherer Untersuchung wird sich diese scheinbare Ausnahme dennoch als eine Bestätigung der Regel bewähren, denn in keinem Lande, das für römisch-katholisch galt, hat die römisch-katholische Kirche mehrere Generationen hindurch so wenig in Ansehen gestanden, als in Frankreich.
Ob England mehr der römisch-katholischen Religion oder der Reformation verdankt, ist schwer zu bestimmen. Die Vermischung der Volksstämme und die Abschaffung der Leibeigenschaft ist vorzüglich ein Ergebniß des Einflusses, den der Clerus des Mittelalters auf den Laienstand ausübte; die politische und geistige Freiheit hingegen, sammt allen mit ihnen verbreiteten Segnungen, dankt England hauptsächlich der großen Erhebung des Laienstandes gegen die Geistlichkeit.
Der Kampf zwischen der alten und neuen Glaubenslehre in unserm Vaterlande war ein langer, und der Ausgang desselben schien mitunter zweifelhaft. Es gab zwei extreme Parteien, gleich bereit, mit Gewalt zu handeln, oder mit unbeugsamer Festigkeit zu dulden. Zwischen diesen beiden Parteien befand sich eine Zeitlang eine dritte, welche zwar sehr unlogisch, aber dennoch sehr natürlich die in der Kindheit erhaltenen Lehren mit den Predigten der neuern Evangelisten vermischt und, obgleich mit Vorliebe an den alten Observanzen hangend, dennoch die mit diesen Observanzen verknüpften Mißbräuche verabscheute. Leute von solcher Denkart folgten willig, fast dankbar, den Anleitungen eines tüchtigen Führers, der ihnen die Mühe ersparte, selbst zu urtheilen und, mit starker, fester Stimme das Lärmen des Streitens übertönend, ihnen sagte, wie sie Gott verehren und was sie glauben müßten. Es kann uns daher nicht befremden, daß die Tudors einen so großen Einfluß auf die kirchlichen Angelegenheiten auszuüben vermochten, und daß sie diesen Einfluß meistens nur in ihrem eigenen Interesse geltend machten.
Heinrich VIII. versuchte eine anglikanische Kirche zu gründen, die sich von der römisch-katholischen in dem Punkte des Supremats, und nur in diesem Punkte allein unterschied; der Erfolg war ein außerordentlicher. Seine Energie des Charakters, seine besonders günstige Stellung zu fremden Mächten, die ungeheuren Reichthümer, welche durch die Beraubung der Klöster ihm zufielen, und vorzüglich der Beistand aller Derer, die zwischen beiden Meinungen schwankten, machten es ihm möglich, beiden Extremen zu trotzen, die Anhänger der Lehren Luthers als Ketzer verbrennen und die als Verräther hängen zu lassen, welche die Autorität des Papstes anerkannten. Aber Heinrichs System starb mit ihm. Wenn er länger gelebt hätte, würde es ihm schwer geworden sein, eine Stellung zu behaupten, die von den Anhängern der neuen und der alten Meinungen mit gleicher Wuth angegriffen wurde. Die Minister, denen die Bewahrung der königlichen Hoheitsrechte während der Minderjährigkeit seines Sohnes anvertraut war, konnten es nicht wagen, in einer so kühnen Politik zu verharren, und eben so wenig unternahm es Elisabeth, zu ihr zurückzukehren. Es mußte nothwendig eine Wahl getroffen werden: Die Regierung hatte sich entweder Rom zu unterwerfen, oder die Hilfe der Protestanten zu erwirken, mit denen sie nur das Eine, den Haß gegen die päpstliche Gewalt, gemein hatte. Die englischen Reformatoren waren eifrig bemüht, eben so weit zu gehen, als ihre Brüder auf dem Continente; einmüthig verdammten sie mehrere Glaubenssätze und Gebräuche als unchristlich, an denen Heinrich hartnäckig gehalten, und die Elisabeth nur mit Widerstreben aufgab. Selbst gegen gleichgültige Dinge, die einen Theil der Verfassung oder des Rituals des mystischen Babylon gebildet hatten, hegten viele von ihnen einen lebhaften Widerwillen. Bischof Hooper, der in Gloucester muthig für seinen Glauben starb, weigerte sich lange Zeit, die bischöflichen Gewänder anzulegen. Bischof Ridley, ein noch berühmterer Märtyrer, ließ die alten Altäre seiner Diöcese niederreißen und an Tafeln, die in der Mitte der Kirche aufgestellt und von den Papisten sehr unehrerbietig Austernbänke genannt wurden, das heilige Abendmahl austheilen. Bischof Jewel nannte die geistliche Tracht ein Theaterkleid, einen Narrenanzug, ein Überbleibsel von den Amonitern, und versprach, Alles aufzubieten, um solche schmähliche Absurditäten auszurotten. Erzbischof Grindal zögerte lange, die Mitra anzunehmen, weil er Widerwillen gegen die Weihe hegte, die er als eine Mummerei betrachtete. Bischof Parkhurst sprach in einem inbrünstigen Gebet aus, die Kirche von England möge sich die von Zürich als absolutes Vorbild einer christlichen Verbrüderung nehmen. Bischof Ponet wollte, daß man die Benennung „Bischof“ den Papisten überlassen und die höchsten Beamten der geläuterten Kirche Superintendenten nennen sollte. Erwägt man nun, daß alle diese Prälaten nicht der äußersten Richtung der protestantischen Partei huldigten, so kann man unbezweifelt annehmen, daß das Werk der Reformation in England ebenso schonungslos würde betrieben worden sein als in Schottland, wenn man allgemein der Richtung dieser Partei gefolgt wäre.
Ursprung der Kirche von England. [In] demselben Maße aber, wie die Regierung des Beistandes der Protestanten bedurfte, so bedurften die Protestanten des Schutzes der Regierung. Man gab deshalb viel von beiden Seiten auf, es kam eine Vereinigung zu Stande, und die Frucht dieser Vereinigung war die Kirche von England. Viele der wichtigsten Begebenheiten, die sich seit der Reformation in unserm Vaterlande zugetragen haben, sind den Eigenthümlichkeiten dieser großen Institution und den heftigen Leidenschaften zuzuschreiben, die sie in den Gemüthern von Freunden und Feinden erweckt. Die weltliche Geschichte Englands wird uns völlig unklar bleiben, wenn wir sie nicht im steten Zusammenhange mit der Geschichte seiner Kirchenverfassungen studiren.
Der Mann, der am thätigsten bei der Feststellung der Bedingungen jenes Bündnisses wirkte, aus dem die anglikanische Kirche entstand, war Thomas Cranmer. Er war der Repräsentant beider Parteien, die damals des gegenseitigen Beistandes bedurften; er war Theolog und Staatsmann zugleich. Als Theolog zeigte er sich völlig bereit, die Bahn der Änderung eben so weit zu verfolgen, als irgend ein schweizerischer oder schottischer Reformator; als Staatsmann aber strebte er danach, die Organisation zu bewahren, die Jahrhunderte lang den Zwecken der römischen Bischöfe so treffliche Dienste geleistet hatte, und von der zu erwarten stand, daß sie jetzt den Zwecken der englischen Könige und der Minister derselben eben so ersprießlich sein würde. Sein Charakter und sein Verstand befähigten ihn vollkommen zu dem Amte des Vermittlers. Fromm in seinen Worten, ohne Scrupel in seinen Handlungen, im Grunde für nichts begeistert, kühn in der Theorie, ein Feigling und Mantelträger bei der Ausführung, ein versöhnlicher Feind und ein lauer Freund, besaß er alle Eigenschaften, welche zur Aufstellung der Vertragsbedingungen zwischen den religiösen und weltlichen Feinden des Papismus erforderlich waren.