Die Quellen der bedeutendsten Ströme, die ganzen Ländern Fruchtbarkeit bringen und reich beladene Flotten zum Meere tragen, müssen in wilden und unfruchtbaren Bergketten aufgesucht werden, die auf den Landkarten ungenau angegeben und von Reisenden nur selten erforscht sind. Mit einer solchen Bergkette läßt sich die Geschichte unseres Vaterlandes während des dreizehnten Jahrhunderts nicht unpassend vergleichen. Ob auch jener Abschnitt unserer Annalen unfruchtbar und dunkel ist, so können wir doch nur in ihm den Ursprung unserer Freiheit, unseres Glücks und unseres Ruhmes suchen. Damals entstand das große englische Volk, und es begann der Nationalcharakter desselben jene Eigenthümlichkeiten zu entfalten, die er seitdem stets bewahrt hat; damals wurden unsere Väter in der vollsten Bedeutung des Wortes Insulaner, aber nicht nur Insulaner der geographischen Lage nach, sondern auch in ihrer Politik, ihrer Denkart und ihren Sitten. Damals trat zuerst bestimmt und klar jene Verfassung hervor, die seitdem durch alle Wechselfälle ihre Identität bewahrte, jene Verfassung, von der alle freien Verfassungen der Welt nur Nachbildungen sind, und die, ungeachtet einiger Mängel, als die Erste von allen gehalten zu werden, würdig ist, unter der je eine große Gesellschaft Jahrhunderte hindurch bestanden hat. Damals geschah es, daß das Haus der Gemeinen, dieses Musterbild aller repräsentativen Versammlungen der alten und neuen Welt, zu den ersten Sitzungen zusammentrat, und daß das gemeine Recht zu der Würde einer Wissenschaft erhoben und ein nicht unwürdiger Rival der kaiserlichen Rechtsgelehrsamkeit wurde. Damals machte der Muth jener Seeleute, welche die Mannschaft der rohen Barken der fünf Häfen bildeten, zuerst die Flagge Englands auf dem Meere furchtbar; es wurden die ältesten Hochschulen gegründet, die noch jetzt in den beiden großen Nationalsitzen der Gelehrsamkeit bestehen; es bildete sich die Sprache, die zwar weniger wohlklingend als die des Südens, aber an Kraft, Reichthum und Tauglichkeit für die erhabensten Zwecke des Dichters, des Philosophen und des Redners nur von der Sprache Griechenlands übertroffen wird; und damals endlich dämmerte der erste schwache Schein jener edlen Literatur auf, die zu den glänzendsten und unvergänglichen Schätzen Englands gehört.
Bereits zu Anfang des vierzehnten Jahrhunderts waren die Volksstämme fast völlig in einander verschmolzen und untrügliche Zeichen deuteten an, daß aus der Mischung dreier Zweige der großen teutonischen Familie mit den Urbewohnern Britanniens ein Volk hervorgegangen sei, das keinem andern der Welt nachstand. Und wahrlich, das England, nach dem Johann von Philipp August einst vertrieben worden, hatte mit dem England, aus welchem die Heere Eduards III. zur Eroberung Frankreichs auszogen, fast nichts gemein.
Englische Eroberungen auf dem Festlande. [Es] folgte nun ein Zeitraum von mehr als hundert Jahren, in welchem die Engländer vorzüglich danach strebten, durch die Gewalt der Waffen auf dem Festlande ein großes Reich zu gründen. Zwar schien es, daß für die Ansprüche Eduards auf die von dem Hause Valois in Besitz genommene Erbschaft seine Unterthanen sich wenig interessirten; aber die Eroberungssucht des Fürsten bemächtigte sich bald des Volkes. Der Krieg war von jenen Kriegen sehr verschieden, welche die Plantagenets des zwölften Jahrhunderts gegen die Nachkommen Hugo Capets unternommen hatten; denn hätte Heinrich II. oder Richard I. sein Ziel erreicht, so würde England eine französische Provinz geworden sein. Eduard’s III. und Heinrichs V. Glück machte Frankreich für einige Zeit zu einer englischen Provinz. Mit derselben Geringschätzung, mit der im zwölften Jahrhunderte die Eroberer vom Festlande die Insulaner betrachtet, blickten diese nun auf das Volk des Festlandes. Jeder Freisasse von Kent bis Northumberland erachtete sich einem Stamme angehörig, der zum Siegen und zum Herrschen geboren, und mit Hohn blickte er auf das Volk, vor dem seine Ahnen einst gezittert hatten. Selbst die Ritter von Gascogne und Guienne, die tapfer unter dem schwarzen Prinzen gefochten hatten, betrachteten die Engländer als Leute geringerer Art und schlossen sie verächtlich von ehrenvollen und einträglichen Posten aus. Nach kurzer Zeit schon beachteten unsere Vorfahren den ursprünglichen Grund des Streites nicht mehr, sie begannen die französische Krone nur für einen Zubehör der englischen zu halten, und wenn sie, unter Verletzung des ordentlichen Erbfolgerechts, die Krone Englands auf das Haus Lancaster übertrugen, so scheinen sie der Ansicht gewesen zu sein, daß das Recht Richards II. auf die französische Krone natürlich auch auf dieses Haus übergehe. Sie bethätigten einen Eifer und eine Kraft, die einen merkwürdigen Contrast zu der Lauheit der Franzosen bildeten, für die der Ausgang des Kampfes weit wichtiger war. Die englischen Waffen erfochten in jener Zeit gegen an Zahl überlegene Heerhaufen Siege, die zu den größten gehören, von denen die Geschichte des Mittelalters berichtet, und es waren dies in der That Siege, denen sich eine Nation mit Stolz rühmen darf, weil man sie dem moralischen Übergewichte der Sieger beizumessen hat, das sich selbst in den niedrigsten Reihen deutlich zeigte. Die Ritter Englands fanden in denen Frankreichs würdige Nebenbuhler. Chandos kämpfte mit Du Guesclin als einem ebenbürtigen Feinde. Aber es fehlte Frankreich an Fußvolk, das den englischen Bogen und Streitäxten die Spitze zu bieten vermochte. Ein französischer König ward gefangen nach London gebracht; ein englischer König ward in Paris gekrönt. Weit über die Pyrenäen und Alpen hinaus wurde das Banner des heiligen Georg getragen. Im Süden vom Ebro gewannen die Engländer eine große Schlacht, die das Geschick von Leon und Castilien für einige Zeit entschied, und die englischen Compagnien gewannen ein furchtbares Ansehen bei den Kriegerbanden, die ihre Waffen an die Fürsten und Republiken Italiens verdungen hatten.
In jener kriegerisch bewegten Zeit vernachlässigten jedoch unsere Väter die Künste des Friedens nicht. Während Frankreich vom Kriege verwüstet wurde, daß es zuletzt in seiner Zerstörung selbst einen beklagenswerthen Schutz gegen neue Einfälle fand, sammelten die Engländer ruhig ihren Erndtesegen ein, verschönerten ihre Städte, und pflegten in Sicherheit das Recht, den Handel und die Wissenschaften. — Jener Zeit gehören viele unserer edelsten Baudenkmäler an. Es entstanden die schönen Kapellen des Neuen-Collegiums und von St. Georg; das Schiff der Kathedrale von Winchester und das Chor des Münsters von York; der Spitzthurm von Salisbury und die majestätischen Thürme von Lincoln. Eine reiche und kernige Sprache, hervorgegangen aus dem Zusammenflusse der französischen und deutschen, ward nun ein Gemeingut der Aristokratie und des Volks. Bald begann der Genius dieses bewundernswerthe Werkzeug zu würdigen Zwecken zu benutzen. Während englische Heerhaufen, die verwüsteten Provinzen Frankreichs hinter sich lassend, triumphirend in Valladolid einzogen und bis vor die Thore von Florenz Schrecken verbreiteten, schilderten englische Dichter in lebhaften Farben den mannigfaltigen Wechsel menschlicher Sitten und Schicksale; es strebten englische Denker nach Wissen oder wagten Zweifel zu hegen, wo die Bigotterie sich begnügte zu staunen und zu glauben. Dieselbe Zeit,aus welcher der schwarze Prinz und Derby, Chandos und Hawkwood hervorging, gebar auch Geoffroy Chaucer und John Wycliffe. —
So glänzend und erhaben war der erste Auftritt des eigentlich so zu nennenden englischen Volks unter den Nationen der Welt. Aber während wir die hohen, achtunggebietenden Eigenschaften unserer Voreltern mit Wohlgefallen betrachten, dürfen wir uns nicht verhehlen, daß das von ihnen erstrebte Ziel vom Gesichtspunkte der Humanität und der aufgeklärten Politik ein durchaus verwerfliches ist und daß die Mißgeschicke, durch die sie nach einem langen und blutigen Kampfe die Hoffnung auf Gründung eines großen festländischen Reiches aufzugeben gezwungen wurden, wahrhafte Segnungen, und nur scheinbar Unglücksfälle waren. Der Geist der Franzosen erwachte endlich; sie begannen den fremden Eroberern einen kräftigen nationalen Widerstand zu leisten, und von dieser Zeit an waren die Geschicklichkeit der englischen Feldherren und der Muth ihrer Soldaten, zum Heile für die Menschheit, ohne Erfolg. Unsere Vorfahren gaben, nach vielen blutigen Kämpfen, mit schmerzlicher Reue den Streit auf. Seitdem hat nie mehr eine englische Regierung ernstlich und beharrlich den Plan verfolgt, große Eroberungen auf dem Festlande zu machen. Zwar fuhr das Volk fort, Crecy, Poitiers und Agincourt ein solches Andenken zu bewahren, und man konnte noch viel Jahre später durch das Versprechen eines Eroberungszuges nach Frankreich leicht sein Blut wallend machen und ihm Hilfsgelder ablocken; aber zum Glück hat die Thatkraft unsers Vaterlandes sich edlern Zielen zugewendet, und es nimmt jetzt in der Geschichte der Menschheit eine weit ehrenvollere Stellung ein, als wenn es, wie es einmal den Anschein hatte, durch Waffengewalt ein Übergewicht erlangt hätte, das dem der frühern römischen Republik ähnlich wäre.
Der Krieg der Rosen. [In] die Grenzen der Insel wiederum eingeschlossen, schwang nun das kriegslustige Volk die Waffen, die der Schrecken Europa’s gewesen, im Bürgerkriege. Die englischen Barone hatten lange die Mittel zur Bestreitung ihres verschwenderischen Aufwandes aus den unterjochten Provinzen Frankreichs gezogen. Diese Hilfsquelle war nun versiegt; aber die vom Glücke erzeugte Gewohnheit der Prunksucht und Üppigkeit dauerte fort, und die großen Lords, die ihre Gelüste durch Plünderung der Franzosen nicht mehr befriedigen konnten, beraubten nun mit großem Eifer einer den andern. Das Gebiet, auf das sie jetzt beschränkt waren, reichte — wie Comines, der schärfste Beobachter jener Zeit, sich ausdrückt — für sie alle nicht aus. Zwei aristokratische Parteien, angeführt von zwei Zweigen der königlichen Familie, begannen nun einen langen und schrecklichen Kampf um die Oberherrschaft. Da die Erbitterung derselben nicht eigentlich aus dem Streite wegen der Erbfolge hervorgegangen, so dauerte sie noch lange fort, nachdem jeder Grund zu diesem Streite verschwunden war. Die Partei der rothen Rose überlebte den letzten Fürsten, der, gestützt auf das Recht Heinrichs IV., Anspruch auf die Krone machte. Die Partei der weißen Rose überlebte die Heirath Richmonds mit Elisabeth. Der Führer beraubt, die irgend einen annehmbaren Rechtstitel aufzuweisen hatten, schlossen sich die Anfänger Lancasters einer Bastardlinie an, und die Anhänger Yorks stellten eine Reihe von Betrügern auf. Nachdem viel ehrgeizige Edelleute auf dem Kampfplatze oder durch die Hand des Henkers gefallen, nachdem viel berühmte Häuser auf immer aus der Geschichte verschwunden und die noch übrig gebliebenen großen Familien durch schwere Unglücksfälle erschöpft und zu klarer Besinnung gekommen waren, erkannte man endlich von allen Seiten an, daß in dem Hause Tudor alle Ansprüche der streitenden Plantagenets sich vereinigten.
Aufhören der Leibeigenschaft. [Inzwischen] trat eine Veränderung ein, von unendlich größerer Wichtigkeit, als die Erwerbung oder der Verlust einer Provinz, als die Erhebung oder der Sturz einer Dynastie. Es verschwand nämlich die Sklaverei mit allen sie begleitenden Übeln. —
Es ist bemerkenswerth, daß die beiden größten und heilsamsten socialen Umwälzungen, die in England stattgefunden, die nämlich, welche im dreizehnten Jahrhundert der Willkürherrschaft eines Volksstammes über den andern und die, welche einige Menschenalter später dem Eigenthumsrechte des Menschen am Menschen ein Ende machte, still und unmerklich erregt und vollbracht wurden. Die Beobachter jener Zeit wurden durch diese Umwälzungen nicht überrascht, und die Geschichtsschreiber haben ihnen nur wenig Aufmerksamkeit gewidmet. Weder durch gesetzliche Anordnung, noch durch physische Kraft wurden sie bewirkt; es waren moralische Ursachen, die geräuschlos erst den Abstand zwischen dem Normann und dem Sachsen, und später zwischen Herrn und Sklaven verwischten. Den Augenblick genau zu bestimmen, wann diese Unterschiede aufhörten, könnte niemand wagen, denn es mögen wohl noch spät im vierzehnten Jahrhunderte einige schwache Spuren der alten normännischen Sinnesart gefunden werden; auch von den Forschern in der Zeit der Stuarts schwache Spuren der Leibeigenschaft entdeckt sein, und ist diese Einrichtung bis zur gegenwärtigen Stunde gesetzlich noch nicht abgeschafft.
Wohlthätiges Wirken der römisch-katholischen Religion. [Es] würde im hohen Grade ungerecht sein, nicht anzuerkennen, daß bei diesen beiden großen Befreiungswerken die Religion der gewaltigste Hebel gewesen, und ob ein reinerer Glaube sich wirksamer erwiesen hätte, ist wohl in Zweifel zu ziehen. Der wohlwollende Geist der christlichen Sittenlehre ist unbezweifelt den Kastenunterschieden abhold; aber der römischen Kirche sind sie ganz besonders verhaßt, weil sie mit andern ihrem Systeme wesentlichen Unterschieden nicht zu vereinbaren sind. So legt sie jedem Priester eine geheimnißvolle Würde bei, die ihn berechtigt, von jedem Laien Ehrfurcht zu fordern; auch schließt sie niemanden aus Gründen der Nationalität oder der Geburt vom Priesterstande aus. Ihre Lehrsätze, so irrig sie in Bezug auf den priesterlichen Charakter auch sein mögen, haben schon oft einige der größten Übel gemildert, von denen die Gesellschaft heimgesucht werden kann. Es darf ein Aberglaube nicht unbedingt für schädlich gehalten werden, der in Ländern, die unter dem Fluche der Tyrannei eines Volksstammes über den andern seufzen, eine von der nationalen Verschiedenheit völlig unabhängige Aristokratie schafft, das Verhältniß zwischen den Bedrückern und Bedrückten umkehrt und den erblichen Herrn zwingt, vor dem geistlichen Richterstuhle seines erblichen Untergebenen das Knie zu beugen. In Ländern, wo die Sklaverei fortbesteht, zeigt sich noch heutigen Tages das Pabstthum in einem vortheilhaften Contraste zu andern Formen des Christenthums. Es ist allgemein bekannt, daß die gegenseitige Abneigung zwischen den europäischen und afrikanischen Racen in Rio Janeiro bei weitem nicht so stark ist, als in Washington, und in unserm eigenen Vaterlande äußerte diese Eigenthümlichkeit des römisch-katholischen Systems zur Zeit des Mittelalters manche heilsame Wirkung. Es wurden zwar gleich nach der Schlacht bei Hastings sächsische Prälaten und Äbte gewaltsam von ihren Ämtern vertrieben und geistliche Abenteurer vom Festlande zu Hunderten in reiche Pfründen eingesetzt; aber auch damals erhoben fromme Geistliche normännischer Abkunft gegen eine derartige Verletzung der Kirchenverfassung ihre Stimmen, lehnten die Annahme der Bischofsmütze aus den Händen des Eroberers ab und ermahnten ihn, bei dem Heile seiner Seele, nicht zu vergessen, daß die unterjochten Insulaner seine Mitchristen seien. Der Erzbischof Anselm war der erste Beschützer, den die Engländer unter der herrschenden Kaste fanden. In jener Zeit, wo der englische Name als ein Vorwurf galt und alle bürgerlichen und militärischen Würden ausschließlich den Landsleuten des Eroberers gebührend betrachtet wurden, nahm der verachtete Volksstamm mit lebhafter Freude die Nachricht auf, daß einer der seinigen, Nikolaus Breakspear, auf den päbstlichen Stuhl erhoben sei und Gesandten, den edelsten Häusern der Normandie entsprossen, seinen Fuß zum Kusse gereicht habe. Es war nicht minder ein nationaler als ein religiöser Drang, der Massen von Menschen zu der Kapelle Becket’s trieb, des ersten Engländers, der den fremden Tyrannen seit der Eroberung furchtbar geworden. Unter denen, welche jenen Freibrief errangen, der die Privilegien der normännischen Barone und der sächsischen Freisassen zugleich sicherte, stand ein Nachfolger Becket’s in erster Reihe. Wieviel die katholische Geistlichkeit später bei der Abschaffung der Leibeigenschaft mitgewirkt hat, erfahren wir aus dem unverwerflichen Zeugnisse des Sir Thomas Smith, eines der befähigtesten protestantischen Räthe Elisabeths. Wenn der sterbende Sklavenbesitzer nach dem letzten Sacramente verlangte, so beschworen ihn stets seine geistlichen Beistände bei dem Heile seiner Seele, er möge seine Brüder freigeben, für die Christus gestorben sei. Die Kirche wendete ihr furchtbares Getriebe mit einem solchen Erfolge an, daß noch vor dem Eintritte der Reformation fast alle Leibeigenen im Königreiche frei geworden, mit Ausnahme der ihr selbst angehörigen, die, wie man ihr nachrühmen muß, einer sehr milden Behandlung genossen zu haben scheinen.
Es unterliegt keinem Zweifel, daß nach diesen beiden großen Revolutionen unsere Vorfahren von allen Völkern in Europa die beste Regierung besaßen. Das gesellschaftliche System hatte sich drei Jahrhunderte hindurch ununterbrochen heilsam entwickelt. Es hat unter den ersten Plantagenets Barone gegeben, die ihrem souverainen Herrscher Trotz zu bieten vermochten, und Bauern, die mit den Schweinen und Ochsen, welche sie hüteten, auf eine gleiche Stufe heruntergebracht waren: die maßlose Gewalt der Barone war nach und nach geschwächt, der Zustand des Bauern gehoben worden, und zwischen dem Adel- und dem Arbeiterstande hatte sich eine landbau- und handeltreibende Mittelklasse gebildet. Es mögen nun immerhin noch mehr Ungleichheiten bestanden haben, als dem Glücke und der Tugend unseres Geschlechts ersprießlich gewesen; aber niemand konnte sich der Autorität der Gesetze entziehen, und niemand war völlig von dem Schutze desselben ausgeschlossen.