[17.] „Penn, chef des Quakers, qu’on sait être dans les intérêts du Roi d’Angleterre, est si fort décrié parmi ceux de son parti qu’il n’ont plus aucune confiance en lui.“ — Bonrepaux an Seignelay, 12.(22.) Sept. 1687. Gerhard Croese’s Zeugniß lautet ganz ebenso: „Etiam Quakeri Pennum non amplius, ut ante ita amabant ac magnifaciebant, quidam aversabantur ac fugiebant.“ — Historia Quakeriana, lib. II. 1695.
[18.] Cartwright’s Diary, Aug. 30. 1687; Clarkson’s Life of William Penn.
[19.] London Gazette, Sept. 5.; Sheridan MS.; Barillon 6.(16.) Sept. 1687. „Le Roi son maître,“ sagt Barillon, „a témoigné une grande satisfaction des mesures qu’il a prises, et a autorisé ce qu’il a fait en faveur des Catholiques. Il les établit dans les emplois et les charges, en sorte que l’autorité se trouvera bientôt entre leurs mains. Il reste encore beaucoup de choses à faire en ce pays là pour retirer les biens injustement ôtés aux Catholiques. Mais cela ne peut s’exécuter qu’avec le temps et dans l’assemblée d’un parlement en Irlande.“
Der König in Oxford. [Am] Abend erreichte er Oxford, wo er mit den gewohnten Ehrenbezeigungen empfangen wurde. Die Studenten hatten sich in ihrer akademischen Tracht vom Stadtthore bis an den Haupteingang des Christchurch-Collegiums in einer Doppelreihe aufgestellt. Er stieg in der Dechanei ab, wo er unter anderen Bequemlichkeiten eine zum Meßdienst eingerichtete Kapelle vorfand.[20]
[20.] London Gazette, Sept. 5, 8. 1687.
Er giebt den Collegiaten des Magdalenenstifts einen Verweis. [Den] Tag nach seiner Ankunft erhielten die Fellows des Magdalenen-Collegiums Befehl, ihm ihre Aufwartung zu machen. Als sie vor ihm erschienen, behandelte er sie mit einem Übermuth, wie ihn die puritanischen Visitatoren gegen ihre Vorgänger nie bewiesen hatten. „Sie haben Sich nicht wie Gentlemen gegen mich benommen,“ rief er aus; „Sie haben Sich eben so unschicklich als ungehorsam gezeigt.“ Sie fielen auf die Knie und überreichten ihm eine Petition. Er wollte sie nicht ansehen. „Ist das die Loyalität Ihrer englischen Kirche? Ich hätte nicht gedacht, daß so viele Geistliche der Kirche Englands sich bei einer solchen Sache betheiligen könnten. Gehen Sie nach Hause, gehen Sie. Ich bin König und ich verlange Gehorsam. Gehen Sie augenblicklich in Ihre Kapelle und nehmen Sie den Bischof von Oxford auf. Und wehe Denen, die sich weigern, sie sollen das ganze Gewicht meiner Hand fühlen, sie sollen erfahren, was es heißt, sich die Ungnade seines Souverains zuziehen!“ Die noch immer vor ihm knieenden Collegiaten reichten ihm wiederholt ihre Petition dar. Er warf sie zornig zu Boden. „Gehen Sie, sage ich, ich nehme nichts von Ihnen an, bis Sie den Bischof aufgenommen haben!“
Sie gingen und versammelten sich augenblicklich in ihrer Kapelle. Es wurde die Frage gestellt, ob sie sich dem Befehle Seiner Majestät fügen sollten. Smith war abwesend, nur Charnock antwortete mit Ja. Alle übrigen Collegiaten erklärten, daß sie in allen gesetzlichen Dingen dem Könige bereitwilligst gehorchen, ihre Statuten und ihre Eide aber nicht verletzen würden.
Voll Zorn und Ärger über seine Niederlage verließ der König Oxford und kehrte nach Bath zur Königin zurück. Seine Hartnäckigkeit und Willkür hatte ihn in eine sehr schwierige Lage versetzt. Er hatte zu fest auf die Wirkung seiner finstren Miene und seiner gebieterischen Rede gerechnet und unbesonnenerweise nicht nur das Ansehen seiner Regierung, sondern auch seine persönliche Würde aufs Spiel gesetzt. Konnte er Unterthanen nachgeben, denen er mit erhobener Stimme und zornigen Geberden gedroht hatte? Konnte er es auf der andren Seite wagen, an einem Tage eine Anzahl achtungswerther Geistlicher aus ihrer Heimath zu vertreiben, weil sie eine in den Augen der ganzen Nation heilige Pflicht gethan hatten? Vielleicht gab es noch einen Ausweg aus dieser Verlegenheit, vielleicht konnte das Collegium doch noch durch Drohungen, durch Zureden oder durch Bestechung zur Unterwerfung gebracht werden.
Penn sucht zu vermitteln. [Man] bediente sich Penn’s als Vermittler. Er hatte zuviel Rechtsgefühl, als daß er das gewaltsame und ungerechte Verfahren der Regierung hätte billigen können und er wagte es sogar, einem Theile seiner Gedanken Worte zu geben. Jakob beharrte wie gewöhnlich auf seinem Vorsatze, und der höfische Quäker that daher sein Möglichstes, um das Collegium vom Pfade des Rechts abzuziehen. Zuerst versuchte er es mit Einschüchterungen. Er sagte, der Gesellschaft drohe der Untergang, denn der König sei im höchsten Grade aufgebracht. Es sei allerdings ein schwerer Schritt für sie, das sahen die meisten Leute ein; aber jedes Kind wisse auch, daß Seine Majestät seinen Willen gern durchsetze und daß er Widerspruch nicht vertragen könne. Penn ermahnte daher die Collegiaten, nicht auf die Gerechtigkeit ihrer Sache zu pochen, sondern sich zu fügen oder wenigstens zu temporisiren. Ein solcher Rath klang sonderbar aus dem Munde eines Mannes, der selbst von der Universität vertrieben worden war, weil er wegen des Chorhemds einen Tumult hervorgerufen, der sich lieber der Gefahr der Enterbung ausgesetzt hatte, als daß er sich entschloß, vor einem königlichen Prinzen den Hut abzunehmen und der wegen seiner in Conventikeln gehaltenen Reden mehr als einmal in’s Gefängniß geschickt worden war. Es gelang ihm jedoch nicht, die Magdalenen-Collegiaten zu schrecken. In Antwort auf seine drohenden Winke wurde er daran erinnert, daß unter der vorigen Generation vierunddreißig von den vierzig Collegiaten lieber mit Freuden ihre geliebten Kreuzgänge und Gärten, ihre Halle und ihre Kapelle verlassen hätten und fortgegangen seien, ohne zu wissen wo sie ein Mahl oder ein Nachtlager finden würden, als daß sie ihren Unterthaneneid gebrochen hätten. Jetzt verlange der König die Verletzung eines andren Eides von ihnen, aber er solle erfahren, daß der alte Geist noch nicht erstorben sei.
Penn zog nun gelindere Saiten auf. Er hatte eine Besprechung mit Hough und einigen Collegiaten und begann endlich nach vielen Versicherungen von Theilnahme und Freundschaft die Möglichkeit eines Vergleichs in Aussicht zu stellen. Der König vertrage nun einmal keinen Widerspruch, sagte er, das Collegium müsse nachgeben und Parker annehmen. Aber seine Gesundheit sei schwankend und alle seine Ämter würden voraussichtlich bald erledigt sein. „Doctor Hough,“ setzte er hinzu, „kann dann Bischof von Oxford werden. Wie würde Ihnen das gefallen, meine Herren?“ Penn hatte während seines ganzen Lebens gegen eine Miethlingsgeistlichkeit gepredigt. Er hielt sich für verpflichtet, die Entrichtung von Zehnten zu verweigern, und dies selbst als er mit Zehnten belastete Ländereien gekauft hatte und ihm der Betrag der Zehnten von der Kaufsumme nachgelassen worden war. Nach seinen eigenen Grundsätzen würde er eine große Sünde begangen haben, wenn er sich dabei betheiligt hätte, dem frömmsten Geistlichen selbst unter den ehrenvollsten Bedingungen eine Pfründe zu verschaffen. Aber sein Character war durch schlechte Gesellschaft so verdorben und sein Verstand durch übermäßigen Eifer für einen einseitigen Zweck so verdunkelt, daß er keinen Anstand nahm, bei einer Simonie von ganz besonders unehrenhafter Art den Unterhändler abzugeben und ein Bisthum als Köder zu benutzen, um einen Geistlichen zum Eidbruche zu verführen. Hough erwiederte mit höflicher Geringschätzung, daß er von der Krone nichts weiter verlange als einfache Gerechtigkeit. „Wir sind an unsere Statuten und unsere Eide gebunden,“ sagte er; „aber auch ganz abgesehen von unseren Statuten und unseren Eiden fühlen wir uns verpflichtet, unsren Glauben zu vertheidigen. Die Papisten haben uns schon das University-Collegium und das Christchurch-Collegium geraubt, jetzt greifen sie auch das Magdalenen-Collegium an. Sie werden bald Alles haben.“