„Und bringt man Trelawney um, bringt man Trelawney um,
Wollen dreißigtausend cornische Burschen wissen warum?“
Die Bergleute sangen das Lied mit einer kleinen Variation:
„Wollen Zwanzigtausend unter der Erde wissen warum.“[113]
In manchen Theilen des Landes sprachen die Bauern laut eine sonderbare Hoffnung aus, welche nie aufgehört hat, in ihren Herzen fortzuleben. Sie meinten, ihr protestantischer Herzog, ihr geliebter Monmouth, werde plötzlich wieder erscheinen, sie zum Siege führen und den König wie die Jesuiten unter seinen Füßen zertreten[114].
Die Minister waren in der größten Angst; selbst Jeffreys würde gern seine Maßregeln zurückgenommen haben. Er beauftragte Clarendon mit freundlichen Botschaften an die Bischöfe und wälzte die Schuld an der Verfolgung, zu der er selbst gerathen hatte, auf Andere. Sunderland wagte es noch einmal, Zugeständnisse anzuempfehlen. Die glückliche Geburt eines Prinzen, sagte er, biete dem Könige eine vortreffliche Gelegenheit, eine gefährliche und nachtheilige Stellung aufzugeben, ohne sich den Vorwurf der Zaghaftigkeit oder der Launenhaftigkeit zuzuziehen. Bei so erfreulichen Anlässen sei es stets Sitte gewesen, daß der Fürst die Herzen seiner Unterthanen durch Gnadenacte erfreue, und nichts könne dem Prinzen von Wales mehr zum Vortheile gereichen, als wenn er schon in der Wiege der Friedensstifter zwischen seinem Vater und der aufgebrachten Nation würde. Aber des Königs Entschluß stand fest. „Ich werde fortfahren,“ sagte er, „ich bin nur zu nachsichtig gewesen. Die Nachsicht war meines Vaters Verderben“[115].
[112.] Tanner MS.
[113.] Diese Thatsache wurde mir freundlichst von dem Rev. R. S. Hawker von Morwenstow in Cornwall mitgetheilt.
[114.] Johnstone, 18. Juni 1688.
[115.] Adda, 29. Juni (9. Juli) 1688.