Raina [etwas entrüstet]: Ich meine, daß ich der Familie Petkoff angehöre, der reichsten und angesehensten unseres Landes.

Der Flüchtling: O ja, natürlich! Entschuldigen Sie—die Petkoffs! freilich! Wie dumm von mir!

Raina: Sie wissen ganz gut, daß Sie bis zu dieser Minute den Namen nie gehört haben! Wie können Sie sich dazu erniedrigen, so zu tun, als ob er Ihnen bekannt vorkäme?

Der Flüchtling: Verzeihen Sie, ich bin zu müde, um zu denken, und der Wechsel des Gesprächsthemas war zuviel für mich; zanken Sie mich nicht aus.

Raina: Ich vergaß—Sie könnten zu weinen anfangen. [Er nickt ganz ernst, sie schmollt und fährt dann in gönnerhaftem Tone fort]: Ich will Ihnen bloß sagen, daß mein Vater den höchsten Befehlshaberposten in unserer Armee bekleidet, den irgend ein Bulgare innehat. [Stolz]: Er ist Major!

Der Flüchtling [tut, als ob das einen tiefen Eindruck auf ihn machte]:
Major? Du lieber Himmel! Denken Sie nur!

Raina: Sie haben große Ortsunkenntnis bewiesen, indem Sie es für nötig hielten, am Balkon heraufzuklettern, weil unser Haus das einzige Privathaus ist, das zwei Reihen Fenster hat. Es ist eine Treppe im Flur, auf der man hinauf und hinunter kann.

Der Flüchtling: Eine Treppe? Wie großartig! Sie sind aber von ungewöhnlichem Luxus umgeben, verehrtes Fräulein.

Raina: Wissen Sie, was eine Bibliothek ist?

Der Flüchtling: Eine Bibliothek? Ein Zimmer voll Bücher?