Petkoff: Dummes Zeug! Unsinn, Sergius! Es ist gerade genug Aufhebens für nichts und wieder nichts. Ein Soldatenkind sollte imstande sein, selbst etwas starke Unterhaltung zu vertragen, ohne mit der Wimper zu zucken. [Er erhebt sich]: Komm, es ist Zeit, daß wir an unser Geschäft gehen. Wir müssen bestimmen, wie jene drei Regimenter nach Philippopel zurückgelangen sollen. Auf der Route nach Sofia fehlt jede Verpflegungsmöglichkeit. [Er geht auf das Haus zu]: Gehen wir. [Sergius ist im Begriff ihm zu folgen, da erhebt sich Katharina und greift ein.]

Katharina: Ich bitte dich, Paul, kannst du Sergius nicht noch für
einige Augenblicke entbehren? Raina hat ihn ja kaum gesehen.
Vielleicht kann ich dir dabei behilflich sein, die Sache mit den
Regimentern ins reine zu bringen.

Sergius [protestierend]: Meine verehrte Gnädige, das ist unmöglich, Sie-Katharina [hält ihn tändelnd zurück]: Sie bleiben hier, mein lieber Sergius. Es hat gar keine Eile; ich habe meinem Mann auch ein paar Worte zu sagen. [Sergius verneigt sich sofort und tritt zurück]: Nun, mein Lieber,

[Petkoffs Arm nehmend:] komm und sieh dir einmal die elektrische
Klingel an.

Petkoff: Oh, sehr gerne, sehr gerne. [Sie gehen zusammen vertraulich in das Haus.]

[Sergius, mit Raina allein geblieben, blickt aus Furcht, daß sie noch beleidigt sei, verlegen auf sie; sie lächelt und streckt die Arme nach ihm aus.]

Sergius [eilt zu ihr]: Ist mir verziehen?

Raina [legt ihre Hände auf seine Schultern und sieht mit Bewunderung und Anbetung zu ihm auf]: Mein Held, mein König!

Sergius: Meine Königin! [Er küßt sie auf die Stirne.]

Raina: Wie ich Sie beneidet habe, Sergius! Sie waren draußen im Leben und auf dem Schlachtfelde in der Lage, sich der besten Frau auf Erden wert zu zeigen, während ich untätig zu Hause sitzen mußte, nutzlos träumend—ohne etwas zu vollbringen, das mir ein Recht geben könnte, mich irgendeines Mannes wert zu halten.