Sergius: Nebenbuhler!! [Sich an die Stirne schlagend.]
Raina: Wissen Sie nicht, daß die beiden verlobt sind?
Sergius: Nicola? Öffnen sich neue Abgründe?…Nicola?
Raina [sarkastisch]: Ein empörendes Opfer, nicht wahr? Diese Schönheit, dieser Geist, diese Anmut, vergeudet an einen Diener in mittleren Jahren! Wirklich, Sergius, Sie dürfen das nicht länger dulden. Das sind Sie Ihrer Ritterlichkeit schuldig.
Sergius [seine Selbstbeherrschung ganz verlierend]: Natter! Schlange!
[Er läuft schäumend auf und ab.]
Bluntschli: Hören Sie, Saranoff, Sie ziehen den kürzeren.
Raina [zorniger]: Begreifen Sie, was er getan hat, Hauptmann Bluntschli? Er hat uns dieses Mädchen als Spionin auf den Hals geschickt, und zum Lohn dafür macht er ihr den Hof.
Sergius: Das ist nicht wahr! Das ist ungeheuerlich!
Raina: Ungeheuerlich? [Ihn mit den Blicken messend:] Können Sie leugnen, daß Louka Ihnen gesagt hat, Hauptmann Bluntschli sei in meinem Zimmer gewesen?
Sergius: Nein, aber-Raina [unterbrechend]: Können Sie leugnen, daß
Sie ihr Liebeserklärungen gemacht haben, als Sie Ihnen das sagte?