Louka: Ich verzeihe Ihnen. [Sie reicht ihm schüchtern ihre Hand, die er küßt.] Diese Berührung macht mich zu Ihrer Braut.

Sergius [aufspringend]: Oh, das habe ich vergessen!

Louka [kalt]: Sie können Ihr Wort zurücknehmen, wenn Sie wollen.

Sergius: Zurücknehmen? Niemals! Sie sind mein. [Er umarmt sie, Katharina kommt herein, findet Louka in Sergius' Armen und sieht, wie alle Louka und Sergius fassungslos anstarren.]

Katharina: Was soll das heißen? [Sergius läßt Louka los.]

Petkoff: Nun, meine Teure, es scheint, daß Sergius jetzt die Absicht hat, statt Raina Louka zu heiraten. [Katharina will eben entrüstet gegen ihn losbrechen, er hält sie zurück und ruft mürrisch aus:] Gib mir nicht die Schuld, ich habe nichts damit zu schaffen. [Er zieht sich nach dem Ofen zurück.]

Katharina: Louka heiraten?! Sergius, Sie sind gebunden! Wir haben
Ihr Wort!

Sergius [seine Arme kreuzend]: Mich bindet nichts.

Bluntschli [sehr erfreut über dieses vernünftige Vorgehen]: Saranoff, Ihre Hand! Ich gratuliere Ihnen, Ihr Heldentum ist in manchen Fällen gut angebracht. [Zu Louka.] Schönes Fräulein, empfangen Sie die herzlichsten Glückwünsche eines guten Republikaners. [Er küßt Louka die Hand, zu Rainas größtem Widerwillen.]

Katharina [drohend]: Louka, du hast getratscht!