»Gewiß — daß Sie ein Mensch wären, von dem niemand hier etwas wisse, daß Sie ihm persönlich unangenehm seien, daß Sie sich heute morgen in Turret Court sehr unverschämt gegen ihn benommen hätten, und schließlich, — das war das einzige Mal, daß er Gräfin Florence erwähnte, — daß Sie vielleicht durch Ihr Benehmen gestern abend den Ruf seines Mündels ernstlich kompromittiert hätten.«

»Gütiger Himmel! Das sagte er?«

»Ja. Aus diesen Gründen verlangte er, oder vielmehr befahl er mir, daß ich, in meiner abhängigen Stellung, meine Bekanntschaft mit Ihnen abbrechen sollte.«

»Darf ich fragen, was Sie ihm darauf geantwortet haben?«

»Sehr wenig; aber ich bin nicht länger sein Verwalter.«

»Wie?«

»Ich habe mich geweigert, mir von ihm Vorschriften machen zu lassen oder meinen Freund zu beleidigen. Ich habe meine Verbindung mit Sir Jasper Mortlake gelöst und mit seinen Angelegenheiten nichts mehr zu schaffen.«

»Das haben Sie für mich getan, Herr Sherriff?« Leath sprang auf. »Dessen bin ich nicht wert, fürchte ich.«

»Darüber kann ich selbst am besten urteilen,« antwortete der andere mit einem Lächeln, »und würde bei ruhiger Überlegung genau ebenso handeln, wie ich in der Erregung getan. Sie brauchen übrigens nicht zu glauben, daß Sie die einzige Ursache gewesen sind für das, was ich tat. Sir Jasper beging einen nur allzu gewöhnlichen Fehler: er vergaß, daß sein Untergebener zugleich ein Gentleman ist. Nun, das Gehalt war nicht so hoch bemessen, als daß ich nicht ohne es leben könnte. Meine Bücher und Abrechnungen sollen, sobald ich sie fertig habe, nach Turret Court geschickt werden. Je eher, desto lieber. Wenn Sie nichts Besseres zu tun haben, so bleiben Sie vielleicht und helfen mir, sie zusammenzupacken.«

»Sofort. Ich habe gar nichts zu tun. Aber ich habe mein Pferd an der Pforte gelassen und will es erst hereinholen.«