»Ist — ist irgend etwas passiert?« stammelte sie. »Sie sehen so sonderbar aus!«

»Sonderbar? — So?« Er hob den Kopf und blickte sie an. »Nein, — passiert ist nichts. Ich habe einen Kampf auszukämpfen gehabt, und zwar keinen leichten — das ist alles. Aber er ist vorüber — er liegt hinter mir. Um so besser für mich. Ich überlegte nur, wie ich es dir am besten sage.«

»Mir sage?« wiederholte sie.

»Ja. Sieh nicht so ängstlich aus, Kind! Den Ausdruck habe ich allzuoft auf deinem Gesicht gesehen — ich möchte lieber eine andere Erinnerung mit hinwegnehmen. Es ist wohl am besten, ich fasse mich so kurz wie möglich. Ich gehe fort, Florence.«

»Fort?« rief sie. »Nach London?«

»London? Was habe ich in London zu suchen? Ich gehe nach Australien zurück — dem einzigen Fleck Erde, der mich angeht, den nie zu verlassen ich gut getan hätte. Ich fahre mit der ›Etruria‹. Sie geht in vier Tagen.«

»Und — und ich?«

Sie stieß die Worte, nach Atem ringend, hervor, während sie emporfuhr und ihn mit weitgeöffneten, ungläubigen Augen anstarrte — Verwunderung, Schrecken, Seelenqual sprachen aus ihren Zügen. Sie war totenbleich geworden. Er ergriff die bebende Hand, die sie ihm entgegenstreckte, hielt sie einen Augenblick fest umschlossen und drängte sie dann sanft von sich.

»Sie bleiben hier,« sprach er ruhig. »Ich entbinde Sie von Ihrem Versprechen, mich zu heiraten.«

Florence sprach nicht. Atemlos stand sie da, und ihre großen, schreckhaft erweiterten Augen hingen unverwandt an den seinen, als fürchte sie sich, sie abzuwenden.