»Darüber weiß ich ebensowenig wie Sie, mein Kind, gar nichts.«

»Vielleicht weiß ich doch etwas. Jedenfalls weiß ich, daß er nicht zum Vergnügen, sondern in Geschäften gekommen ist. Das erzählte er mir, und es war ihm Ernst damit.«

»So? Ich kann Ihnen nur die Versicherung geben, daß er mir nichts davon gesagt hat.«

Wieder trat eine Pause ein. Sie blickte mit gerunzelter Stirn in den Garten hinaus. Everard Leath beschäftigte sie merkwürdig.

»Herr Sherriff, glauben Sie, daß er arm ist?«

»Herr Leath? Arm, wie ich bin, sicherlich nicht,« meinte der alte Mann lächelnd, »auch glaube ich nicht, daß er so reich ist wie Sie. Zwischen diesen beiden Extremen liegt eine weite Kluft, wie Sie wissen.«

»Ich bin viel zu reich — es ist einfach lächerlich! Also Sie glauben, daß er viel Geld hat?«

»In bescheidenem Maße — ja. Im Laufe unserer gestrigen Unterhaltung deutete er an, daß er bis vor etwa einem Jahre mit bitterer Armut gekämpft habe, wo ein Umschwung in seinen Verhältnissen eingetreten sei.«

»Welcher Art wohl?« meinte Florence neugierig.

»Ich verstand so viel, daß er mit Minen zu tun gehabt — ich bin zu unwissend in solchen Dingen, um zu sagen, auf welche Weise. Das ist die Glocke, die mich zum Mittagessen ruft. Habe ich Sie recht verstanden, wollten Sie mir die Ehre antun, es als Ihr Gabelfrühstück anzusehen, liebes Kind?«