»Herr Leath sagte es mir, liebes Herz. Es entschlüpfte mir ihm gegenüber, daß du verlobt seiest. Er sagte, er wisse bestimmt, daß Herr Sherriff nichts davon wüßte.«

»Was vermutlich heißt, daß sie über mich gesprochen. Das sieht der Unverschämtheit des einen von ihnen wenigstens ganz ähnlich.«

Florence trommelte ungeduldig auf der Fensterscheibe, dann lachte sie. »Bah,« sagte sie dann in leichtem Tone, »es tut nichts, liebste Cis, daß du es Herrn Leath gesagt hast; er kann meinetwegen Herrn Sherriff gern aufklären, meinetwegen kann jedermann es erfahren.«

Sie trommelte weiter, mit zusammengezogener Stirn. »Cis!«

»Ja, Liebste?«

»Ist es dir nicht aufgefallen, daß er jemand furchtbar ähnlich sieht?«

»Herr Leath? Nein — ich habe keine Ähnlichkeit gesehen.«

»Ich aber —« sagte Florence langsam, als suche sie sich zu vergegenwärtigen, in welchem Zuge die Ähnlichkeit läge, »ich sehe es immer; schon am Tage des Gewitters fiel es mir auf, Cis, und ich habe seitdem immer darüber nachgedacht. Wem von meinen Bekannten er ähnlich sieht, und worin die Ähnlichkeit liegt, weiß ich nicht, aber ich weiß, daß sie da ist.«

»Was sagst du da?«

Cis stieß einen leisen Schrei aus. Sie war an ihres Vaters scharfe, herrische Stimme gewöhnt, nicht an die Wut, die jetzt aus seiner Stimme klang. Er hatte sich erhoben und stand vornübergebeugt da, die gespreizten Hände schwer auf den Tisch gestützt. Sein blasses, zorniges Gesicht paßte zu seiner Stimme.