Sie bewegte den Fächer hin und her und begann vor sich hinzusummen.
»Du bist also allen Ernstes der Ansicht, daß wir alles beim alten lassen, bis sie zurückkommt, was vielleicht erst in vier Monaten geschieht.«
»Freilich.«
»Und du möchtest nicht, daß ich noch weiter über die Sache rede?«
»Bitte, nicht. Es ist doch kein sehr interessantes Thema, nicht wahr? Welch wundervoller Mond? Und schlug nicht dort eine Nachtigall?«
Talbot Chichester würdigte sie keiner Antwort. Florence war sich vollkommen bewußt, wie finster sein Antlitz war, und sie begann leise hinter ihrem Fächer zu singen. Plötzlich ließ sie ihn sinken, lehnte sich zurück und blickte mit einem Ausdruck drolliger Zerknirschung zu ihm empor.
»Ich bin ein wahrer Kobold,« sagte sie, »das denke ich oft — wirklich. Ich habe dich eben geneckt, bis ich dich fast böse gemacht habe, und doch wirst du nicht leicht böse. Weshalb habe ich das nur getan? Aus reiner Bosheit, glaube ich. Gib mir eine Ohrfeige dafür, wenn du willst!«
Sie beugte sich lachend etwas näher zu ihm. Chichester rührte das hübsche Ohr nicht an. Er lächelte ein wenig gezwungen und begnügte sich damit, ihr die Hand auf die Schulter zu legen.
»Meine liebe Florence, ich gestehe, ich möchte dich etwas ernster und vernünftiger in dieser besonderen Sache sehen. Ja, wenn ich offen meine Meinung aussprechen soll, in vielen Sachen.«
»Was wohl heißt, daß ich gräßlich oberflächlich bin?« Sie blickte ihn mit funkelnden Augen an.