Eduard lachte und rieb sich vergnügt die Hände.

»Allerdings, deine lustige kleine Grete war der Gegenstand unserer Unterhaltung,« sagte er geheimnißvoll.

»Aber was will denn der Baron? So rede doch nur, was soll Gretchen?« drängte ich den Bruder.

»Weiter nichts als ihn heirathen!« sagte Eduard trocken.

Ihr könnt denken, daß mein Erstaunen nicht kleiner war, als vorhin das eure. Als ich mich endlich etwas über diese Neuigkeit beruhigt hatte, ließ sich Eduard herbei, mir das ergötzliche Gespräch mitzutheilen, daß er mit dem Baron gehabt, und ich will versuchen, es euch möglichst getreu wieder zu berichten.

»Eduard!« rief der Baron, als mein Bruder den seltenen Gast freudig begrüßt hatte, »ich bitte dich heute um einen Freundschaftsdienst.«

»Stehe mit Vergnügen zu deinen Befehlen,« entgegnete Eduard. »Was giebt es, du willst dich doch nicht etwa duelliren?«

»Das gerade nicht, aber etwas fast eben so Wichtiges. Ich will heirathen!« sagte der Baron ernst.

»Heirathen? Vortrefflich! Wer ist denn die Erwählte deines Herzens, und welche Rolle soll ich bei dem Stücke übernehmen, das hoffentlich keine Tragödie sein wird?« rief Eduard.

»Es ist Fräulein Margarethe Geßler,« entgegnete der Baron, »und da sie die Freundin deiner Schwester ist, so bitte ich dich, ihr meinen Heirathsantrag zu überbringen.«