„Verzeihen Sie, mein schönes Kind,“ sprach der Baron, die Schmollende loslassend, „Sie müssen mir heute schon was zu Gute halten. Prinz Doria ist heute lustig — und folglich unbändig!“

„Wie immer!“ versetzte Hebe.

„Was ist Ihnen denn heute Besonderes arrivirt?“ sprach Fräulein Brettomani, „Haben Sie Nachrichten von Ihrer Geliebten?“

„Sie thun Unrecht mich in einem solchen Augenblicke an meine Geliebte zu erinnern. Jetzt ist meine Lustigkeit vorüber. Ich werde melancholisch. Geschwind geben Sie uns drei Gläser Portwein! Aber Geld habe ich nicht bei mir!“

„Schadet nichts. Henriette!“

Henriette brachte die Gläser.

„Jetzt, Herr Hippias, passen Sie auf! Sehen Sie, nur eine Schenk-Mamsell kann mit einer solchen Grazie die Gläser präsentiren! Bemerken Sie diesen schwebenden Gang — diese Liebe athmenden Bewegungen —“

„Denken Sie doch an Ihre Geliebte, Herr Baron!“ versetzte Mlle Henriette schalkhaft drohend. — „Wenn die das hörte!“

„In Gottes Namen! Wenn sie mich deshalb weniger liebte, wäre sie meiner nicht werth!“

„Haben Sie wirklich einen wahren Begriff von einer reinen Liebe?“ fragte Fräulein Brettomani, den schwärmerischen Blick ernst auf den Baron richtend.