„Es kam einmal ein Fremder nach Frankfurt und logirte im Gasthause „Zum Schwan.“ Er langweilte sich und bat den Kellner, ihm ein Räthsel aufzugeben. Der Kellner gehorchte. Es ist weder mein Bruder, noch meine Schwester und doch ist es meines Vaters Kind, sprach er. Was ist das? Der Fremde errieth es nicht. Nun, das bin ich selbst! rief der Kellner zum Schwan. Der Fremde ging in eine Gesellschaft und gab dort dasselbe Räthsel auf. Natürlich, das sind Sie selbst! antwortete der Andere. Nein, sprach dieser, das ist der Kellner zum weißen Schwan.“ Herr Kriegmann erzählte diesen Witz. Man lachte.

„Ich will Ihnen einen Pendant hierzu erzählen,“ sprach Bleicamb. „Ein Oesterreicher war in einer Gesellschaft, wo man kluge Räthsel aufgab. Ein Bekannter fragte ihn: es ist schwarz, weiß, bunt und läuft auf allen Vieren. Wenn es bellt macht es: Wau! Wau! — Was ist das? Ein Hund, antwortete der Oesterreicher. Nein, entgegnete der Andere, eine Hündinn! Der Oesterreicher war bald darauf wieder in einer Gesellschaft, wo man kluge Räthsel aufgab. Einer fragte ihn: es ist halb von Eisen, halb von Porzellan, und wenn man im Winter die Stube damit heizt, so macht es warm. Was ist das? Sie glauben wohl, versetzte der bedächtige Oesterreicher, ich würde antworten: ein Ofen! Nein! es ist eine Oefinn!“

„Als der König, Georg der Vierte, nach Hannover kam,“ begann ein anderes Mitglied der Gesellschaft, wurde die ganze Stadt illuiminirt. Vor einem Hause brannte in Transparent folgende Inschrift:

„Lange lebe die-See Krone,

„Unter der ich glücklich wohne.“

Der witzige Erfinder dieser genialen Inschrift hatte mit: „die-See Krone,“ auf die Vereinigung Englands und Hannover hindeuten wollen.

„Ich kenne eine sehr treffende Antwort des Königs von Dänemark,“ bemerkte ein Anderer. „Der König befand sich mit dem Herzoge von Wellington in einem Zimmer auf der Hofburg zu Wien. Sie gingen in lebendigem Gespräche begriffen auf und nieder. Die Unterredung wandte sich auf den Sclavenhandel. Wellington rühmte die außerordentliche Mühe, welche sich England gegeben, um den Sclavenhandel abzuschaffen, und die gute Behandlung, welcher die Schwarzen von Seiten seiner Nation sich zu erfreuen hätten. „Schön!“ rief der König aus: „Wie aber behandelt Ihr die Weißen?“ —“

Während dieser Wortspiele und Calembourgs hatte sich eine Unterredung zwischen dem Baron und Fräulein Adeline angesponnen.

„Waren Sie lange nicht in Hannover?“ fragte sie.

„Nein, mein Fräulein, ich war lange Zeit nicht dort.“