7. Cocosmilch, nicht zu verwechseln mit der aromatischen, angenehm süsslichen Flüssigkeit, die den inneren Raum junger Kokosnüsse ausfüllt, und Allen, die tropische Küstenländer bereist haben, in dankbarer Erinnerung bleibt, erhält man, indem man die mandelartige Substanz, mit welcher die holzige Schale der reifen Nuss inwendig gefüttert ist, fein raspelt, mit Wasser vermengt und unter starkem Druck auspresst. Die erhaltene Flüssigkeit ist eine Emulsion, ähnlich der Mandelmilch. Ist Kokosmilch nicht zu haben, so lässt sie sich am besten durch Thiermilch ersetzen.

[74] Der Gamelang, das javanische Orchester, ist in Raffles und Crawfurd beschrieben und abgebildet. Die Instrumente bestehen hauptsächlich aus sehr wohlklingenden metallischen Becken und metallischen und hölzernen Stäben, die mit Ausnahme der grössten Becken (Gongs), welche an Gestellen aufgehängt sind, auf Resonanzböden oder auf straffen Stricken liegen, und wie Lauten geschlagen werden. Pauke, Flöten und eine Art Violine sind auch dabei. Ueber die Musik der Javanen sagt Crawfurd: „Die Musik ist wahrscheinlich die Kunst, in welcher die Javanen im Vergleich zu den meisten asiatischen Völkern den grössten Fortschritt gemacht haben. Die javanischen Melodien sind wild, klagend und mehr als alle andre asiatische Musik, vielleicht die der Perser nicht ausgenommen, dem europäischen Ohr wohlgefällig..... Der verstorbene Dr. Crotch, ein sehr kompetenter Richter, gab mir, nachdem er die schöne Sammlung von Instrumenten, die Sir Stamford Raffles nach England gebracht, besichtigt hatte, seine Meinung über dieselben sowohl, als über den allgemeinen Charakter der javanischen Musik. Ueber die einfachen Gongs sagte er, der Ton dieses Instrumentes sei zugleich mächtig und süss, seine Intonation klar und vollkommen; und über die Perkussions-Instrumente im Allgemeinen bemerkte er, dass er erstaunt und entzückt wäre über ihre sinnreiche Anfertigung, ihre Pracht, Schönheit und vollendete Intonation. In Bezug auf den Charakter der javanischen Musik im Allgemeinen machte er folgende Bemerkungen: „Die Instrumente haben alle dieselbe Skala wie die, welche durch die schwarzen Tasten des Pianos hervorgebracht wird, in welcher so viele der schottischen und irischen, alle chinesischen und einige der besten indischen und nordamerikanischen Melodien komponirt sind.”

[75] Eine in Paris erworbene echte Calisaya war schon April 1852 in Batavia angekommen; sie starb, aber 2 Ableger derselben waren 1862 zu 20 Fuss hohen Bäumen herangewachsen.

[76] Am 20. Juli 1856 waren vorhanden 99 C. Calisaya, 140 C. Pahudiana, 7 C. lanceolata, 1 C. succirubra, 3 C. lancifolia, 1 C. pubescens. (de Vrij Cultivation of Quinine in Java and British-India.)

[77] Seine Untersuchungen ergaben sehr günstige Resultate für die Calisaya-Rinden, nur waren, wegen der fehlerhaften Kulturmethode im tiefen Schatten, die Rinden viel dünner als die südamerikanischen. In der Pahudiana- Rinde fand er aber nur Spuren von Arzneistoffen; erst 1861 entdeckte er in der Wurzelrinde einer 8jährigen Pflanze eine grössere Menge (3%) und fand später sowohl in Java als in Britisch-Indien junge Wurzelrinde nimmer reicher an Alkaloiden als Stammrinde. Nach einem Bericht der Tyd. N. I. Febr. 1866 scheint es, dass man jetzt in Java die jungen Wurzelrinden ausbeuten will.

[78] Nach Professor Karsten's langjährigen an Ort und Stelle gemachten Erfahrungen verlangen die alkaloidreichen Arten einen relativ kalten, nebelreichen und mit Sonnenblicken wechselnden Standort.

[79] Mac Jvor zieht gar keine Sämlinge mehr, ausser etwa von neuen Arten — er vermehrt nur noch durch Ableger und Knospen (cuttings and buds). de Vrij.

[80] Herr de Vrij theilt mir mit, dass er im August 1865 in einer Rinde von C. succirubra, aus den Neilgherries, 11% (!) Alkaloide fand, wovon der grösste Theil aus Chinin bestand, während die besten Perurinden selten mehr als 5% geben; und nach Prof. Karsten fand Howard sogar in den Blättern der in Ostindien gewachsenen C. rubra, Chinin in genügender Menge, um es darzustellen.

[81] Andere endogene Pflanzen, besonders Pandaneen, liefern aber auf diese Weise noch bessere Pinsel; in den Philippinen dienen diese allgemein zum Tünchen der Wände.

[82] Siehe auch: Brücke bei Wonosobo.