„Ausgezeichnet! Sehen Sie, wie Sie es treffen! Aber geben Sie acht, nun komme ich!“

Damit legte sich Herr Hirsch mit der ganzen Wucht auf das Billard und zielte lange. Da er aber zu tief ansetzte und übermäßig stark zustieß, so sprang der Ball in die Höhe und über den Rand hinaus.

„Oho! Nicht geschmiert! Wo ist die Kreide? Wer schlecht schmiert, fährt schlecht!“ Er lachte laut über den abgedroschenen Witz.

Die Partie nahm ihren Fortgang. Herr Hirsch lobte mein Spiel überschwenglich, suchte mich aber stets durch prahlerisch angekündigte „Kunststöße“ zu überbieten. Da jedoch diese fast durchgehends mißlangen, so kam es, daß ich zuletzt Sieger blieb. Als ich jetzt die Queue aus der Hand legen wollte, gab dies mein Gegner nicht zu. Er könne sich nicht überwunden geben, sagte er, und es müßten noch fünf Partien gespielt werden. Ich machte gute Miene, da ich mich aber bereits entsetzlich langweilte und infolgedessen sehr unaufmerksam spielte, so gewann diesmal Herr Hirsch.

„Und jetzt die Meisterpartie!“ rief er.

„Was?“

„Gewiß! Nunmehr stehen wir gleich; eine letzte Partie muß den Ausschlag geben.“

Es kam mir nicht mehr darauf an, und um wirklich ein Ende zu machen, ließ ich ihn gewinnen.

„Sehen Sie,“ rief er strahlend vor Triumph, „ich hab’ es Ihnen vorausgesagt! — Aber nun wollen wir soupieren! Sie werden wohl auch zu Abend essen und mir erlauben, daß ich mich an Ihren Tisch setze.“

Ich konnte nichts dagegen haben und ließ es geschehen, daß er den Wirt herbeirief.