‚Den? Der Aff’ war mir immer zuwider. Ich hab’ ihn genommen, weil er mir Geld gab — und weil Ihr mich nicht mochtet!‘

Im selben Augenblicke empfanden wir einen furchtbaren, heißen Windstoß, der uns beide ins Wanken brachte; die Stämme hinter uns ächzten und knarrten, und aus dem erstickenden Brande züngelten neue Flammen.

‚Ha! Ha!‘ rief sie mit gellendem Gelächter. ‚Seht Ihr, der Himmel meint es gut mit mir! Es brennt wieder — es brennt! Jetzt geht auch das Nachbarhaus an!‘ Sie jauchzte in wilder Freude auf, zog die Flasche hervor und trank gierig mit zurückgeneigtem Haupte und hoch erhobenem Arm. ‚Ja, jetzt werden sie braten — alle — alle — die mich ins Arbeitshaus gebracht. Oh, was hab’ ich dort ausgestanden! Ich will nicht arbeiten, ich mag nicht arbeiten, ich kann nicht arbeiten — und wer mich dazu zwingt, der ist mein Feind, den hass’ ich und den bring’ ich um!‘ Sie begann, eine branntweintrunkene Mänade, mich mit plumpen, häßlichen Sprüngen zu umtanzen.

Ich faßte sie rauh an und zwang sie still zu stehen. ‚Du kannst nicht arbeiten?‘ rief ich. ‚Nun wirst du’s erst recht müssen! Denn auf das hin‘ — ich wies nach dem Feuer — ‚bekommst du wenigstens zehn Jahre Zuchthaus. Und dort läßt man die Leute nicht feiern!‘

‚Zuchthaus!‘ rief sie mit tollem Gelächter. ‚Zuchthaus! Den möcht’ ich sehen, der mich ins Zuchthaus bringt!‘

‚Was? Glaubst du, man werde nicht sofort auf dich verfallen? Dich nicht vor Gericht stellen?‘

‚Wenn man mich hat!‘

‚Meinst du zu entkommen? Wo willst du denn hin?‘

Sie breitete die Arme weit auseinander, als wollte sie den unendlichen Raum bezeichnen.

‚Die Gendarmen werden dich überall finden!‘