„Ich muß mit dem Herrn Oberst sprechen!“ rief er und faßte den Mann am Arm.

Der Livrierte betrachtete ihn kalt.

„Der Herr Oberst empfängt nicht um diese Tageszeit,“ sagte er und versuchte, sich aus Allans Griff zu befreien. Aber Allan hielt sich fest wie an einer Rettungsboje.

„Sie werden es zu verantworten haben, wenn Sie sich weigern, mich anzumelden. Hören Sie, zu verantworten! Mein Name ist Allan Kragh, der Oberst weiß, wer ich bin. Hören Sie!“

Allan konnte nicht zu Ende sprechen. Oberst Morrel zeigte sich plötzlich in der Türöffnung, leichenblaß vor Erregung. Es war unverkennbar, daß der Whisky, den der Bediente jetzt brachte, nicht der erste war, den er heute sah. Es fiel ihm schwer, gerade zu stehen, und seine Augen, die Blicke wie Lanzen um sich schleuderten, konnten nur schwer damit zielen.

Als er Allan erblickte, stieß er ein Tigergebrüll aus.

„Sie! Was zum Teufel tun Sie hier? Ist es Ihnen gelungen die Juwelen zu stehlen oder haben Sie Nachrichten von Ihren Kameraden, was sie für den Maharadscha bezahlt haben wollen?“

Allan verzichtete auf alle Umschweife.

„Oberst Morrel, ich denke nicht daran, auf Ihre Insinuationen zu antworten. Falls es Sie interessiert, daß man wahrscheinlich gerade heute abend die Juwelen zu stehlen beabsichtigt, so wissen Sie es jetzt. Gute Nacht!“

Der Oberst war mit einem Sprung zur Türe hinaus und packte Allan am Arm.