„Ich hörte, daß Sie hier sind, Direktor!“ rief er. „Warum um Himmels willen lassen Sie dieses verdammte Zeitungsschmiererpack nicht hinausschmeißen?! Sie setzen mir nach wie Hunde einem Fuchs. Ob es wahr ist, daß der Maharadscha so gut wie ermordet in einem Park aufgefunden wurde? Ob es wahr ist, daß man ein Attentat auf seine Juwelen und ein anderes auf ihn selbst verübt hat? Welche Ansicht der Maharadscha über London hat? Welche Ansicht ich über das eigentümliche Attentat auf ihn habe — — Gentlemen, schrie ich, ich habe die unmaßgebliche Ansicht, daß Sie ein Haufen gottverdammter Vampire sind, und wenn Sie sich nicht augenblicklich packen, werde ich versuchen, sie Ihnen mit meinem Sechsläufigen klarzumachen. Die Ansicht des Maharadscha über London ist, daß es eine entzückende Stadt sein würde, wenn die Londoner nicht wären, und um sie so wenig als möglich zu sehen, pflegt Se. Hoheit jeden Morgen in aller Frühe einen Spaziergang durch die Parks in East End zu machen, wo er heute von einer bedauerlichen Schwindelattacke befallen wurde, die Anlaß zu tausend idiotischen Gerüchten gab, die nur Leute glauben können, die dumm genug sind, Zeitungen zu lesen, die von noch größeren Idioten geschrieben werden als sie selbst; und wenn Sie mit diesem Bescheid nicht zufrieden sind, meine Herren, dann können Sie mir den Bu — —“
Die Stimme des Obersten kippte vor Gemütserregung um, ohne daß es seinen Zuhörern Schwierigkeiten bereitete, seinen elliptischen Satz zu ergänzen. Mr. Bowlby wischte sich die Augen und sagte:
„Sie sollten Minister des Aeußeren sein, Herr Oberst, dann käme doch ein bißchen mehr Schwung in den diplomatischen Verkehr! Haben Sie Herrn van Schleeten heute schon gesehen?“
„Schleeten! Ich habe mit den Tintenkulis genug zu tun gehabt. Er wird schon im Laufe des Tages kommen, und dann werde ich ihm meine Meinung sagen. Heute früh ist mir etwas eingefallen. Wer beweist mir, daß Schleeten nicht mit im Spiel war? Ich glaube, das Ganze war ein Komplott, und ich werde die Detektive davon verständigen.“
„Aber Herr Oberst, einer der ältesten und angesehensten Juwe ...“
„Der sich von einer verdammten kleinen Abenteuerin in Hosen düpieren läßt. Es war ein Komplott. Da können Sie Gift darauf nehmen.“
„Sie ging ja wohl nicht immer in Hosen herum, Herr Oberst. Und was sagen Sie zum Chloroform? Sie haben doch selbst gesehen, daß er betäubt dalag.“
„Als ob das nicht gerade das Komplott beweisen würde! Hat man nicht schon tausendmal gehört, wie Leute falsche Einbrüche arrangieren! Das ist mir nur nicht früher eingefallen. Das werde ich sofort den Detektiven telephonieren! — Guten Morgen, junger Freund! Wie steht es?“
Er schien Allan erst jetzt zu bemerken.
„Danke, Herr Oberst,“ sagte Allan. „Es geht mir so gut, als es einem gehen kann, wenn man eben um seine ganze Barschaft bestohlen worden ist.“