„Ihre ganze Barschaft! Das ist sie und Schleeten!“

„Ich bezweifle nicht, daß Herr van Schleeten ebenso bereit wäre, zu behaupten, daß ich und sie das Attentat heute nacht arrangiert haben. Nein, es war ein anderer ihrer Freunde, den sie in letzter Zeit auch kennen gelernt haben — Herr Benjamin Mirzl.“

Der Oberst lauschte mit weitaufgerissenen Augen Allans Erzählung, drehte seinen weißen Schnurrbart und sprach in einigen kernigen Worten seine Ansicht über Mrs. Langtrey und Herrn Mirzl aus:

„Wielange werden diese Blindschleichen die Herrschaften noch frei herumlaufen lassen? Ich glaube wirklich, dieser Mirzl ist der leibhaftige Teufel!“

Der Direktor unterbrach ihn.

„Wie steht es mit Seiner Hoheit, Herr Oberst?“

Die Stirne des Obersten umwölkte sich.

„Er und das andere Prachtexemplar liegen noch todbesoffen da,“ sagte er. „Weiß Gott, was die Räuber ihnen eingetrichtert haben. Der Doktor und die Krankenschwestern plagen sich schon eine Stunde lang mit Massage, Injektionen und Elektrizität ab, sie stellen sie bald auf den Kopf, bald auf die Füße, ohne daß sie sich mucksen. Der Doktor glaubt, es wird Aether oder Morphium sein oder vielleicht beides.“

„Ist es nicht eigentlich merkwürdig, daß die Verbrecher sie losgelassen haben, Herr Oberst?“ wagte Allan einzuwerfen. „Ohne den Versuch zu machen, etwas zu erpressen! Und gerade in derselben Nacht, in der ihr anderer Plan mißlungen ist!“

„Das ist mir total schnuppe,“ sagte der Oberst behaglich. „Sobald sie nur wieder die Schnauze in die Luft strecken können, geht es nach Indien zurück, da lassen Sie nur mich dafür sorgen. Ich gehe zum Minister für Indien und erzähle ihm die ganze Sache privatim. Und dann kann sich Se. Hoheit meinetwegen grün und blau protestieren, aber es gibt keinen weiteren Europa-Séjour für ihn und keine Werbungen um schöne weiße Prinzessinnen.“