„Jetzt habe ich für Ew. Hoheit getan, was ich konnte. Nun ist es Ew. Hoheit Sache, mit diesem Herrn zu tun, was Sie für angemessen finden. Es hängt von Ihnen ab, was mit ihm geschehen soll.“

Der Maharadscha, der nach der Rede des Obersten in die Hände geklatscht hatte und eigentümlicherweise gar nicht enttäuscht darüber schien, Europa so rasch verlassen und alle Träume von weißen Prinzessinnen aufgeben zu müssen, wendete sich an Herrn van Schleeten.

„Das ist ja der Juwelenkünstler,“ rief er, „wie weit ist die Arbeit an meinen Steinen gediehen?“

„Ich ... ich habe die Arbeit vorgestern begonnen,“ stammelte Herr van Schleeten, „mit Erlaubnis des Herrn Obersten ...“

„Mit meiner Erlaubnis, an den Juwelen zu arbeiten,“ schrie der Oberst, „aber nicht Frauenzimmer heraufzuschleppen, die Sie betäuben und jene stehlen.“

„Ich ... ich sah mich gestern in die Notwendigkeit versetzt, einen Mitarbeiter heranzuziehen, um ... um die Arbeit so rasch als möglich zu Ende zu führen ... so rasch als möglich ... wie Ew. Hoheit wünschten. Leider fiel meine Wahl auf eine ungeeignete Persönlichkeit, die ...“

„Auf ein Dämchen, in das Sie verliebt waren, das Sie mit Chloroform betäubte wie in einer Klinik und alles in Bausch und Bogen gestohlen hätte, wenn nicht der Zufall und dieser junge Herr dazwischengekommen wäre! Heraus mit der Sprache!“ rief der Oberst. „Bedenken Sie, daß niemand weiß, wieviel Sie von ihr wußten!“

Herr van Schleeten warf einen wütenden Blick auf Allan, getreu dem Prinzip, sich über andere zu ärgern, wenn man sich selbst zürnen sollte.

„Es ist ja möglich, daß die Sache sich so verhält, wie der Herr Oberst sagt,“ murmelte er, „aber diesen jungen Herrn habe ich auf jeden Fall vor knapp einer Woche auf einem Bahnhof in Deutschland verhaften sehen. Wer weiß, was er ...“

„Sie sollten sich schämen,“ rief der Oberst, „nun schon zum zweiten Male mit solchem verdammten Gerede zu kommen. Sie wissen, daß es nur Gerede ist. Versuchen Sie nicht zu leugnen!“