„Wollen Ew. Hoheit einen Augenblick warten, ich springe nur hinauf und lege das ab!“
Yussuf Khan winkte majestätisch mit der Hand.
„Das wäre töricht, und wir würden Zeit verlieren,“ sagte er, ohne sich auf irgendwelche Versuche zu Höflichkeiten einzulassen. „Nehmen wir Platz!“
Er winkte den Gästen, sich zu setzen. Neben sich placierte er Mr. und Mrs. Bowlby, dann Allan mit Miß Helen, dann den Obersten, Herrn van Schleeten und den alten Ali. Selbst setzte er sich zu allerletzt, indem er den rechten Arm zu dem Baldachin erhob. Im selben Augenblicke tauchten von allen Seiten, wie es schien, aus dem Nichts, Diener mit blinkender schwarzer Haut auf, füllten die Porphyrschalen vor jedem Gaste mit parfümiertem Wasser und stellten vor jeden einen Becher mit einem rosafarbenem Getränk hin.
„Das ist Sorbet,“ sagte Yussuf Khan, „später kommen die Getränke, die die Sahibs lieben, aber zum Willkommengruß wünschte ich den Trank meines eigenen Landes.“
Er erhob das Glas mit einer majestätischen Bewegung und trank es aus.
„Möchte diese unwürdige Mahlzeit euch alle Beschwerden vergessen lassen, die ihr meinetwegen erduldet habt.“
Im selben Augenblicke, in dem er seinen Becher niederstellte, fiel ein Regen von Rosen auf die Festtafel und die Gäste, und im Hintergrunde des Saales begannen die braunen Tänzerinnen einen wirbelnden Tanz, den sie auf ihren seltsamen Instrumenten begleiteten. Während Mrs. Bowlby von ihren Kissen empor schnellte, um sie anzustarren, beugte Allan sich zu Miß Helen herab, die mit träumenden Augen dasaß, als wüßte sie nicht, ob sie wachte, und sagte:
„Se. Hoheit scheint kein weiteres Attentat auf seine Edelsteine zu befürchten, da er sie hier so ausbreitet.“
„Er hat ja die Leibwache um sich,“ sagte sie, ohne ihre Blicke von der Pyramide auf dem Tisch abzuwenden. „Sie haben aber auch gehörigen Respekt vor diesem Mirzl!“