Der Oberst wendete seinen starren Blick ihm zu.

„Zähne plombieren,“ schrie er. „Das ist wirklich nicht die rechte Zeit für Geschwätz und Dummheiten.“

„Es sind vielleicht nicht solche Dummheiten, wie Sie glauben,“ sagte Allan. „Ich ziehe aus Ihrer Antwort den Schluß, daß Se. Hoheit keine Gelegenheit hatte, seine Zähne in Nasirabad plombieren zu lassen. Und in London?“

„Jetzt hören Sie aber, junger Freund —“

„All right. Also auch nicht in London. Nun weiß ich aber, daß der Mann, der hier am Tische sitzt, einen Backenzahn hat, der mit einer Goldplombe überzogen ist. Kann er dies widerlegen, entfällt einer der Gründe für meine Behauptung, daß er nicht der Maharadscha von Nasirabad ist. Ich gebe ihm hiermit Gelegenheit, es sofort zu widerlegen.“

Yussuf Khan sprang mit blitzenden Augen vom Tische auf.

„Ich weiß nichts von der Gastfreundschaft der Sahibs,“ sagte er, „wenn sie die Gastgeber sind. Aber wenn jemand in meinem Lande zu mir, seinem Gastgeber, so spräche, wie dieser junge Mann zu mir spricht, ich würde ihn mit Hieben und Schlägen von meinen Dienern aus dem Hause jagen lassen. Bin ich ein Pferd, daß ich mir auf einen Wink in den Mund schauen lasse? Man treibe diese Menschen hinaus, die ich nicht kenne und die sich hier eingedrängt haben wie freche Bettler, und zugleich mit ihnen diesen jungen Mann, der mich beleidigt hat, wie ich noch nie beleidigt wurde!“

Er betrachtete Allan und die ungebetenen Gäste mit blitzenden Augen. Der Oberst richtete sich auf und war im Begriff seinen Wunsch zu erfüllen, als Allan ihn mit einer Geste und einem leisen Lächeln aufhielt.

„Oberst Morrel,“ sagte er, „einen Augenblick! Ich will mich gerne in der Weise, wie Se. Hoheit es wünscht, hinausjagen lassen, aber unter einer Bedingung. Ich glaube, daß Mrs. Langtrey und ihr Begleiter sich mir anschließen werden, wenn sie diese Bedingung hören.“

Er wandte sich dem Maharadscha am Tisch zu: