„Mein Lehrer Ali“, sagte er, „ist nächst mir selbst Scheik-ul-Islam in Nasirabad. Als solcher ist er bei fürstlichen Vermählungen derjenige, der das Ehepaar verbindet, und auch der berufenste, meiner Gemahlin später Unterricht in der Lehre des Propheten zu erteilen.“

Bei diesen Worten bahnte sich trotz alledem ein heiserer Schrei den Weg aus Mrs. Bowlbys Brust.

Die wird Mohammedanerin! Und die hundertfünfzig anderen?

Yussuf Khan wandte sich ihr wieder mit erstauntem Ernst zu.

„Wie töricht spricht doch diese Frau, jedesmal wenn sie sich äußert! Ein Bekenner der Lehre des Propheten hat nur vier Frauen. Ich persönlich habe nur zwei.“

„Zwei! Wie kann man nur ... die ganze Welt weiß doch ...“

„Die übrigen sind nur Nebenfrauen,“ sagte Yussuf Khan. „Und nun werden alle aus dem Palast entfernt und an einen passenden Aufenthaltsort gebracht werden. Von meiner Rückkehr nach Nasirabad an habe ich gleich den Regenten der Sahib nur eine Gemahlin.“

Er machte einen ernsten Salaam vor Mrs. Langtrey, die ihm mit Blicken gefolgt war, aus denen zärtliche Heiterkeit sprach, und wandte sich an den Direktor.

„Lasset alles für das Vermählungsfest in meinen Gemächern anordnen,“ sagte er. „Ein Fest von passender Art soll dort nach der Vermählung gegeben werden. In diesem Saal, der von dem Betrüger verunreinigt wurde, will ich nicht länger weilen.“

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